WirtschaftskriminalitÀt, Jahr

IW: Jedes dritte Unternehmen von WirtschaftskriminalitÀt betroffen

02.04.2024 - 06:05:28 | dts-nachrichtenagentur.de

34 Prozent aller deutschen Unternehmen haben sich im vergangenen Jahr mit FÀllen von WirtschaftskriminalitÀt wie Betrug, Korruption, verbotenen Preisabsprachen, Steuerhinterziehung oder Schwarzarbeit konfrontiert gesehen.

BĂŒros (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
BĂŒros (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, ĂŒber die die "Rheinische Post" in ihrer Dienstagsausgabe berichtet. "Dabei handelt es sich um die höchste Quote seit 2014", heißt es in der Studie. Das IW stĂŒtzt sich auf eine Umfrage, bei der zuletzt 1.001 deutsche Unternehmen im Jahr 2023 befragt wurden.

Auch letztverfĂŒgbare Daten aus der Polizeikriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) von 2022 untermauern den IW-Befund, dass die WirtschaftskriminalitĂ€t in Deutschland zugenommen hat. Obwohl deren Anteil an allen polizeilich bekannt gewordenen Straftaten in Deutschland lediglich 1,3 Prozent (Stand 2022) betrage, "ist es dennoch alarmierend, dass die Anzahl der Wirtschaftsdelikte im dritten Jahr in Folge gestiegen ist", schreibt das Institut. "Zuletzt belief sich die Summe dieser FĂ€lle auf 73.114 (Stand 2022)." In den letzten fĂŒnf Jahren betrug die durchschnittliche Anzahl 52.916 FĂ€lle. Das Schadenspotenzial von WirtschaftskriminalitĂ€t sei nicht zu unterschĂ€tzen, hieß es weiter. Allein der monetĂ€re Schaden habe 2,083 Milliarden Euro 2022 betragen, mehr als ein Drittel des in der Polizeistatistik ausgewiesenen Gesamtschadens aller Straftaten. Die Studienautoren haben auch verfĂŒgbare Daten ĂŒber die TĂ€terprofile ausgewertet. "Zusammenfassend ist der Wirtschaftskriminelle in Deutschland zumeist mĂ€nnlich, Ende 30 bis Mitte 40, weiß, meist deutscher Herkunft und weist ein hohes Bildungsniveau in Kombination mit einer mehrjĂ€hrigen Berufserfahrung in einer FĂŒhrungsposition auf", so die Autoren. Der typische deutsche Wirtschaftskriminelle sei hoch gebildet und "auf persönlicher Ebene tendenziell neurotisch, extrovertiert sowie offen fĂŒr neue Erfahrungen, wenig gewissenhaft und sozial unvertrĂ€glich".

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 65083800 |