IW: Jedes dritte Unternehmen von WirtschaftskriminalitÀt betroffen
02.04.2024 - 06:05:28 | dts-nachrichtenagentur.deAuch letztverfĂŒgbare Daten aus der Polizeikriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) von 2022 untermauern den IW-Befund, dass die WirtschaftskriminalitĂ€t in Deutschland zugenommen hat. Obwohl deren Anteil an allen polizeilich bekannt gewordenen Straftaten in Deutschland lediglich 1,3 Prozent (Stand 2022) betrage, "ist es dennoch alarmierend, dass die Anzahl der Wirtschaftsdelikte im dritten Jahr in Folge gestiegen ist", schreibt das Institut. "Zuletzt belief sich die Summe dieser FĂ€lle auf 73.114 (Stand 2022)." In den letzten fĂŒnf Jahren betrug die durchschnittliche Anzahl 52.916 FĂ€lle. Das Schadenspotenzial von WirtschaftskriminalitĂ€t sei nicht zu unterschĂ€tzen, hieĂ es weiter. Allein der monetĂ€re Schaden habe 2,083 Milliarden Euro 2022 betragen, mehr als ein Drittel des in der Polizeistatistik ausgewiesenen Gesamtschadens aller Straftaten. Die Studienautoren haben auch verfĂŒgbare Daten ĂŒber die TĂ€terprofile ausgewertet. "Zusammenfassend ist der Wirtschaftskriminelle in Deutschland zumeist mĂ€nnlich, Ende 30 bis Mitte 40, weiĂ, meist deutscher Herkunft und weist ein hohes Bildungsniveau in Kombination mit einer mehrjĂ€hrigen Berufserfahrung in einer FĂŒhrungsposition auf", so die Autoren. Der typische deutsche Wirtschaftskriminelle sei hoch gebildet und "auf persönlicher Ebene tendenziell neurotisch, extrovertiert sowie offen fĂŒr neue Erfahrungen, wenig gewissenhaft und sozial unvertrĂ€glich".
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