HĂ€fen, Außenhandels

Deutsche HÀfen sollen gestÀrkt werden

20.03.2024 - 13:25:55

60 Prozent des Außenhandels laufen ĂŒber die deutschen SeehĂ€fen. Die KĂŒstenlĂ€nder finden deshalb, dass sich der Bund deutlich mehr an der nationalen Aufgabe Hafen beteiligen muss.

Der Bund will die deutschen HĂ€fen stĂ€rken. Mit einer nationalen Strategie sollten die LĂ€nder unterstĂŒtzt werden, die HĂ€fen voranzubringen, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) in Berlin. Zuvor hatte das Bundeskabinett eine Nationale Hafenstrategie beschlossen. Die deutschen HĂ€fen sollten fit gemacht werden fĂŒr die Zukunft.«Mit 139 Maßnahmen wollen wir dafĂŒr sorgen, dass unsere HĂ€fen resilient und digital werden. Wir brauchen unsere SeehĂ€fen», sagte Wissing. Sie seien wichtig fĂŒr den Export und fĂŒr energiepolitische Fragen. 

Zu Forderungen der LĂ€nder, der Bund solle mehr Geld fĂŒr die HĂ€fen geben, Ă€ußerte sich Wissing zurĂŒckhaltend. Die ZustĂ€ndigkeiten seien klar verteilt, sagte der Minister. «Die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die HĂ€fen liegt bei den LĂ€ndern. Der Bund ist zustĂ€ndig fĂŒr die Verkehrsanbindung.» Der Bund habe in den vergangenen zehn Jahren jeweils eine halbe Milliarde im Jahr investiert. Der Bund stehe zu seiner Finanzverantwortung. «Klar ist: Wenn es Projekte gibt, die wir gemeinsam vorantreiben wollen, die im Bundesinteresse auch liegen, dann stehen wir auch dazu, finanzielle Mittel bereitzustellen. Wir wollen aber so vorgehen, dass wir sagen: Erst brauchen wir die PlĂ€ne, dann können wir die Finanzfragen klĂ€ren.»

Bei der Hafenstrategie gehe es nicht einfach um die Zuweisung von Finanzmitteln. Es handle sich um eine Strategie, wie die HĂ€fen vorangebracht werden sollten, zum Beispiel bei der Digitalisierung.

@ dpa.de