ADAC Beitragserhöhung verschoben: Höhere BeitrÀge kommen spÀter
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:10 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Der ADAC verschiebt die zum 1. Januar geplante Beitragserhöhung, weil eine verbindliche Auskunft des Bundeszentralamts fĂŒr Steuern lĂ€nger auf sich warten lĂ€sst.
Neue BeitrĂ€ge frĂŒhestens im ersten Halbjahr
Eine Sprecherin des Verkehrsclubs teilte mit, die Erhöhung solle nun voraussichtlich innerhalb des ersten Halbjahres umgesetzt werden. Der ADAC will seine Mitglieder mindestens drei Monate vorher informieren; diese Frist lÀsst sich zum Jahreswechsel nicht mehr einhalten.
Steuerrechtliche Auskunft steht noch aus
Der ADAC benötigt die sogenannte verbindliche Auskunft, um die Beitragserhöhung rechtssicher umzusetzen. Bei seiner Hauptversammlung im Mai hatte der Verkehrsclub die Anpassung deshalb nur unter Vorbehalt beschlossen.
Vorteil hÀngt vom Beitrittsmonat ab
Ob Mitglieder durch die Verschiebung zunÀchst Geld sparen, hÀngt davon ab, wann ihre Rechnung fÀllig wird. In der Regel verschickt der ADAC die Beitragsrechnung in dem Monat, in dem die Mitgliedschaft begonnen hat.
Wer im Januar beigetreten ist, zahlt den bisherigen Beitrag daher in diesem Jahr noch. Sollte die Auskunft weiter auf sich warten lassen, könnte sich die Erhöhung wegen der dreimonatigen Vorwarnfrist weiter nach hinten verschieben.
ADAC erwartet geringere Einnahmen
Der Verkehrsclub hatte zuletzt 22,7 Millionen Mitglieder. Durch die Verschiebung nimmt er zunÀchst weniger Geld ein als geplant; die Auswirkungen fallen nach ADAC-Angaben geringer aus, weil die meisten Rechnungen im Sommer fÀllig werden.
BeitrÀge steigen je nach Tarif
Die BeitrĂ€ge sollen nach mehreren Jahren erstmals wieder steigen. Zuletzt hatte der ADAC die Preise 2020 angehoben. FĂŒr Einzelmitglieder ist je nach Tarif eine Erhöhung um 10 bis 35 Euro im Jahr vorgesehen, bei Tarifen fĂŒr mehrere Personen kann sie höher ausfallen. Die bisherigen Preise fĂŒr eine Einzelmitgliedschaft liegen zwischen 54 und 139 Euro jĂ€hrlich. Als Grund nennt der Verkehrsclub gestiegene Kosten.
Beitragserhöhung im Spannungsfeld steigender Kosten
Der ADAC begrĂŒndet die geplante Anpassung mit gestiegenen Kosten. Die Verschiebung verĂ€ndert daran nichts, verlĂ€ngert aber fĂŒr viele Mitglieder die Zeit bis zur höheren Rechnung. Weil BeitrĂ€ge in der Regel im Beitrittsmonat fĂ€llig werden, fĂ€llt der finanzielle Effekt je nach persönlichem Vertragsbeginn unterschiedlich aus.
Vorwarnfrist bestimmt den Zeitpunkt
Die angestrebte Information mindestens drei Monate vor dem neuen Beitrag schafft eine klare organisatorische Grenze. Selbst wenn die verbindliche Auskunft des Bundeszentralamts fĂŒr Steuern kurzfristig vorliegt, kann die Erhöhung deshalb nicht ohne weiteres unmittelbar umgesetzt werden. FĂŒr Mitglieder wird der tatsĂ€chliche Rechnungstermin damit wichtiger als der zunĂ€chst angekĂŒndigte Jahreswechsel.
Relevanz fĂŒr Millionen Mitglieder
Mit zuletzt 22,7 Millionen Mitgliedern gehört der ADAC zu den mitgliederstĂ€rksten VerbĂ€nden Deutschlands. Die EinnahmeausfĂ€lle durch die Verschiebung dĂŒrften geringer ausfallen, weil viele JahresbeitrĂ€ge erst im Sommer fĂ€llig werden. FĂŒr die Betroffenen bleibt entscheidend, die nĂ€chste Beitragsrechnung und den dort ausgewiesenen Zeitraum zu prĂŒfen; eine allgemeine Verschiebung um ein volles Jahr ergibt sich aus der AnkĂŒndigung nicht.
