AfD-Chefin Weidel: Trumps Zollpolitik 'viel zu aggressiv'
09.04.2025 - 18:06:57"Meine Botschaft an Donald Trump ist, dass Zölle grundsĂ€tzlich schlecht fĂŒr den freien Handel sind. Sie schĂ€digen uns gegenseitig, das merkt man auch, das sieht man ĂŒberall", sagte sie in Berlin auf Nachfrage vor Journalisten.
Ăberraschend sei der Schritt des US-PrĂ€sidenten nicht, "aber die gesamte Vorgehensweise ist natĂŒrlich viel zu aggressiv und sie schĂ€digt auch die amerikanische Wirtschaft", fĂŒgte Weidel hinzu.
Weidel hatte in einer ersten Reaktion vor einigen Tagen gesagt, grundsĂ€tzlich seien Zölle Gift fĂŒr den freien Handel. Mit weiteren Bewertungen zu Trumps Schritt hielt sie sich auf Nachfrage aber zurĂŒck. Co-Parteichef Tino Chrupalla zeigte spĂ€ter ein gewisses VerstĂ€ndnis fĂŒr Trumps Schritt.
Dieses habe sie nicht, sagte Weidel nun auf eine weitere Nachfrage. Sie wiederholte ihre Forderung, mit Washington ĂŒber eine Abschaffung der Zölle zu verhandeln. "Denn sie schĂ€digen vor allen Dingen die Noch-Exportnation Deutschland, sie schĂ€digen vor allen Dingen uns", sagte sie.
Das Thema hat die AfD argumentativ in eine verzwickte Situation gebracht. Die AfD-Spitze hatte in den vergangenen Monaten demonstrativ die NĂ€he zur neuen US-Regierung gesucht. Nach der PrĂ€sidentschaftswahl hatte Weidel Trump wegen dessen Eintreten fĂŒr nationale Interessen als Vorbild bezeichnet.
Co-Parteichef Tino Chrupalla reiste zu Trumps AmtseinfĂŒhrung nach Washington. Weidel bekam Wahlkampf-UnterstĂŒtzung von Trump-Berater Elon Musk und traf VizeprĂ€sident JD Vance am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz.

