AFD-Weidel gegen Zölle - aber keine Trump-Kritik
Veröffentlicht am: 03.04.2025 um 10:40 Uhr | dpa.de"Zölle sind grundsĂ€tzlich Gift fĂŒr den freien Handel", sagte sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Aber letztendlich geht es nicht darum, ob die Zölle nachvollziehbar oder gerechtfertigt sind, es geht darum, sie möglichst zu verhindern", sagte sie zur Frage, ob sie den Schritt mit Blick auf Trumps "America-First"-Politik, die sie in der Vergangenheit positiv bewertet hatte, fĂŒr gerechtfertigt und nachvollziehbar halte.
Die AfD-Spitze hatte in den vergangenen Monaten demonstrativ die NĂ€he zur Trump-Regierung gesucht. Nach der US-PrĂ€sidentschaftswahl hatte Weidel Trump wegen dessen Eintreten fĂŒr nationale Interessen als Vorbild bezeichnet. Co-Parteichef Tino Chrupalla reiste zu seiner AmtseinfĂŒhrung nach Washington. Weidel bekam breite Wahlkampf-UnterstĂŒtzung von Trump-Berater Elon Musk und traf zudem VizeprĂ€sident J.D. Vance am Rande der MĂŒnchner Sicherheitskonferenz.
Mit Blick auf das angekĂŒndigte Zollpaket sprach sie sich dafĂŒr aus, den USA in Verhandlungen aufzuzeigen, dass es fĂŒr beide Seiten besser sei, sich zu einigen.
Kritisch Ă€uĂerte sich der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag, Leif-Erik Holm. "Diese Entscheidung kippt Sand ins Getriebe der Weltwirtschaft", teilt er nach Trumps AnkĂŒndigungen mit. Er glaube aber, dass ein Handelskrieg noch zu verhindern sei. Nicht GegenmaĂnahmen lösten das Problem, sondern möglichst schnelle Verhandlungen.
