Airbus drÀngt auf mehr Kooperation zwischen europÀischen LÀndern
21.11.2024 - 11:34:44Das sei das Spiel, das vor den EuropĂ€ern liege, und dafĂŒr mĂŒsse man als europĂ€isches Team denken. "Wenn wir weiter glauben, dass es nur um Frankreich, Deutschland oder Spanien geht, hemmt das unsere FĂ€higkeit, Investitionen und KrĂ€fte zu bĂŒndeln", so Faury. Airbus sei "ein Paradebeispiel", wie diese BĂŒndelung der KrĂ€fte in Europa gelingen könne. "Ich denke, wir können in Europa mehr `Airbusse` vertragen", sagte er. Auch in der RĂŒstungspolitik fordert der Airbus-Chef ein Umdenken. "NatĂŒrlich können wir die Produktion hochfahren. Das setzt aber eine planbare Nachfrage voraus, die wir bisher nicht haben", sagte er. Die EuropĂ€er mĂŒssten "rasch den Schalter umlegen." Dabei treibt Faury vor allem Deutschlands restriktiver RĂŒstungsexport um. "Deutschland muss sein VerhĂ€ltnis zum RĂŒstungsexport Ă€ndern", mahnte er in der FAZ. Alles andere werde "nicht nur unsere Chancen auf dem Weltmarkt erheblich schmĂ€lern, sondern auch Europas Reputation als Partner in Sicherheits- und Verteidigungsfragen in Mitleidenschaft ziehen". Faury warnt vor den Folgen von zu wenig "Miteinander" in Europa. "Der eigentliche Wettbewerb lautet Europa gegen den Rest der Welt. Die Fragen lauten doch: Wie viel stellt Airbus hier noch her, wenn Europa im Jahr 2050 nicht mehr wettbewerbsfĂ€hig ist? Wie stellen wir sicher, dass Europa ein wettbewerbsfĂ€higer Wirtschaftsstandort bleibt?" Heute entfielen 60 bis 70 Prozent der Konzernproduktion auf Europa. "Wenn wir unsere WettbewerbsfĂ€higkeit verlieren, mĂŒssen wir den Löwenanteil auĂerhalb Europas produzieren. Das kann keiner wollen", sagte Faury.


