ROUNDUP, Zölle

Zölle in Höhe von 25 Prozent fĂŒr Waren aus der EU

26.02.2025 - 22:43:09

(Aktualisierung: Reaktion EU-Kommissar, 4. Absatz)WASHINGTON - US-PrĂ€sident Donald Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent fĂŒr Einfuhren aus der EuropĂ€ischen Union in Aussicht gestellt.

(Aktualisierung: Reaktion EU-Kommissar, 4. Absatz)

WASHINGTON (dpa-AFX) - US-PrĂ€sident Donald Trump hat Zölle in Höhe von 25 Prozent fĂŒr Einfuhren aus der EuropĂ€ischen Union in Aussicht gestellt. "Wir haben eine Entscheidung getroffen. Wir werden sie sehr bald bekannt geben", sagte Trump wĂ€hrend einer Kabinettssitzung auf die Frage eines Journalisten. Dann schob er nach: "Es werden 25 Prozent sein, allgemein gesprochen, und zwar fĂŒr Autos und alle anderen Dinge."

Trump warf den EuropĂ€ern erneut vor, die USA auszunutzen. Die EU sei gegrĂŒndet worden, "um die USA ĂŒber den Tisch zu ziehen". Dies sei "der Zweck" der EU.

Trump hatte zuletzt eine Anordnung unterschrieben, wonach ĂŒberall dort Zölle angehoben werden sollen, wo die USA derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner. Es spiele dabei keine Rolle, ob es sich dabei um strategische Konkurrenten wie China oder um VerbĂŒndete wie die EuropĂ€ische Union handele, so das Weiße Haus. Die Zölle sind noch nicht in Kraft. Der Republikaner hat sein Team angewiesen, entsprechende Strafmaßnahmen auszuarbeiten.

EU-Kommissionsvize: Europa wird reagieren

Der fĂŒr Industrie und den EU-Binnenmarkt zustĂ€ndige EU-Kommissionsvize StĂ©phane SĂ©journĂ© bekrĂ€ftigte auf X: "Europa wird reagieren, sofort und entschlossen." Zudem schrieb er, dass Schranken fĂŒr fairen Handel insbesondere zwischen Partnern ungerechtfertigt seien und Verbrauchern in den USA und der EU schadeten.

Zolldrohungen als Verhandlungstaktik

Der US-PrĂ€sident ĂŒberraschte auch mit einem neuen Termin fĂŒr Zölle auf Waren aus Mexiko und Kanada. Diese sollten am 2. April in Kraft treten, erklĂ€rte Trump. Anfang Februar hatte er kurz vor dem geplanten Inkrafttreten von Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent ZugestĂ€ndnisse der NachbarlĂ€nder akzeptiert und die HandelsbeschrĂ€nkungen um 30 Tage aufgeschoben. Diese Frist hĂ€tte bedeutet, dass die Zölle Anfang MĂ€rz greifen. Das neue Datum 2. April deutet auf einen weiteren Aufschub hin. Auf Nachfrage einer Journalistin bestĂ€tigte Trump dies aber nicht eindeutig.

Trump benutzt Zolldrohungen immer wieder als Verhandlungstaktik und wirft stĂ€ndig Zahlen in den Raum. Bereits vor einigen Tagen hatte er gesagt, dass er auf den Import von Autos in die USA Zölle in Höhe von 25 Prozent erheben wolle. Eine konkrete AnkĂŒndigung hatte fĂŒr den 2. April in Aussicht gestellt.

@ dpa.de