Alkoholsteuer: 20-Prozent-Anhebung ab Januar 2027 für Spirituosen
29.06.2026 - 01:12:14 | boerse-global.de
Zum 1. Januar 2027 sollen Spirituosen, Sekt und Alkopops deutlich teurer werden. Das Bundesfinanzministerium bereitet eine Anhebung der Alkoholsteuer um 20 Prozent vor. Bier und Wein bleiben von der Neuregelung ausgenommen.
Wer zahlt drauf – und wer nicht
Der Steuersatz steigt von 13,03 Euro auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol. Eine 0,7-Liter-Flasche Wodka mit 40 Prozent Alkohol würde inklusive Mehrwertsteuer rund 87 bis 90 Cent mehr kosten. Neben klassischen Spirituosen sind auch Sekt, Champagner, Likörweine und Alkopops betroffen.
Bier bleibt unverändert, Wein weiterhin steuerfrei. Genau das sorgt für Diskussionen.
400 Millionen Euro für die Haushaltskasse
Die Mehreinnahmen liegen zwischen 400 und 455 Millionen Euro pro Jahr. Finanzminister Lars Klingbeil will damit die Haushaltslücke von rund 21 Milliarden Euro zumindest teilweise schließen. Weitere Maßnahmen: eine höhere Tabaksteuer und die Einführung einer Zuckerabgabe. Den Rest sollen Rücklagen decken.
Die geplante Anhebung der Alkoholsteuer um 20 Prozent ab Januar 2027 betrifft vor allem Spirituosen, Sekt und Alkopops. Bier und Wein bleiben ausgenommen – eine Ungleichbehandlung, die Ihre Kalkulation erschwert. Unser kostenloser Report liefert eine konkrete Checkliste zur Steueroptimierung, eine Musterkalkulation für Preisanpassungen sowie alle wichtigen Fristen und Übergangsregelungen. Jetzt kostenlosen Steuer-Report anfordern
Gesundheit versus Steuereinnahmen
Das Finanzministerium argumentiert mit sinkendem Alkoholkonsum und weniger Krebserkrankungen. Doch Kritiker sehen den Fokus vor allem auf den Einnahmen. Warum sonst bleiben Bier und Wein außen vor?
Eine Expertenkommission des Gesundheitsministeriums hatte eine Anhebung um 40 Prozent empfohlen – und bis 2029 eine Verdopplung des Steuersatzes. Die Regierung bleibt mit 20 Prozent weit darunter.
Ab 2027 steigt der Steuersatz für Spirituosen von 13,03 auf 15,64 Euro je Liter Reinalkohol – eine 0,7-Liter-Flasche Wodka wird rund 90 Cent teurer. Wer jetzt seine Preiskalkulation anpasst und steuerliche Optimierungsmöglichkeiten nutzt, sichert sich Wettbewerbsvorteile. Unser Report zeigt Ihnen die konkreten Schritte. Steueroptimierung jetzt sichern
Nächste Schritte
Die grundsätzliche Entscheidung fiel bereits im Frühjahr im Kabinett. Nun folgt die konkrete Ausgestaltung durch das Finanzministerium. Der Gesetzgebungsprozess für den Haushalt 2027 steht bevor.
