Fast jeder Zehnte muss an Heiligabend arbeiten
20.12.2024 - 09:30:36Fast jeder zehnte BeschÀftigte muss an diesem Heiligabend noch nach 14.00 Uhr arbeiten. Am Vormittag des kommenden Dienstags (24. Dezember) sind sogar noch 22 Prozent der ErwerbstÀtigen im Dienst, wie aus einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.
Die Wissenschaftler des stiftungseigenen WSI-Instituts stĂŒtzen sich auf eine Umfrage mit 7.100 Beteiligten und die Auswertung von 95 einschlĂ€gigen TarifvertrĂ€gen.Â
Am Nachmittag des Heiligabends erhĂ€lt gut die HĂ€lfte der Arbeitenden einen Lohnzuschlag, heiĂt es in der Studie. Ein Wert, der an den beiden Weihnachtsfeiertagen auf gut 70 Prozent steigt. Die ZuschlĂ€ge sind meist in TarifvertrĂ€gen geregelt, die auch Freistellungen fĂŒr Heiligabend und Silvester enthalten. Diese gelten nicht als gesetzliche Feiertage und fallen in diesem Jahr jeweils auf einen Dienstag.
Die ZuschlĂ€ge liegen je nach Branche meist zwischen 50 und 200 Prozent des Tagesgehalts. Bezahlte Freistellungen an Heiligabend und Silvester erhalten beispielsweise Angestellte im Bauhauptgewerbe, bei Versicherungen, BeschĂ€ftigte der Deutschen Telekom und bei Volkswagen. HĂ€ufig gibt es auch einen halben Tag frei.Â
An den beiden Weihnachtstagen bleiben die allgemeinen Werte der BeschĂ€ftigung laut WSI in etwa auf dem Niveau von Heiligabend nach 14.00 Uhr von rund 9 Prozent. Eine wichtige Ausnahme sei das Gastgewerbe, wo stets mehr als drei von zehn ErwerbstĂ€tigen im Job gefragt seien. Auch im Bereich Verkehr und Logistik sowie im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen mĂŒssen ĂŒberdurchschnittlich viele Menschen ĂŒber die Feiertage zur Arbeit.


