Polizei, Reste

Polizei lÀsst Reste des Tesla-Protestcamps entsorgen

21.11.2024 - 15:52:46

Allzu viel ist nicht mehr zu sehen vom Tesla-Protestcamp im Wald: Die BaumhÀuser sind zerstört, Reste des Lagers werden entsorgt. Doch der Protest von Umweltaktivisten soll weitergehen.

Die Polizei hat den Abbau des gerĂ€umten Protestcamps von Tesla-Gegnern im Wald in GrĂŒnheide bei Berlin fortgesetzt. Die BaumhĂ€user wurden zum Absturz gebracht, Reste des Camps sollen in den kommenden Tagen entsorgt werden, wie das PolizeiprĂ€sidium Brandenburg mitteilte. Umweltinitiativen kĂŒndigten trotz der Auflösung des Camps an, weiter gegen die einzige europĂ€ische Tesla-Fabrik von Elon Musk zu protestieren. 

Am Mittwoch beendete die Polizei die Tage lange RĂ€umung des Protestcamps nahe der Tesla-Autofabrik. Spezialisten der Polizei holten Umweltaktivisten von den BĂ€umen. Sie kamen laut Polizei auch aus BundeslĂ€ndern außerhalb von Berlin und Brandenburg sowie aus Frankreich und Österreich. 

Polizei registriert 31 Straftaten 

Nach Angaben der Behörde kamen 18 Menschen vorĂŒbergehend in Gewahrsam. Sie hĂ€tten trotz Auflagen und der Versammlungsauflösung rechtswidrig in den BaumhĂ€usern und Wipfeln ausgeharrt. In den vergangenen drei Tagen sind der Polizei zufolge 31 Straftaten begangen worden.

Anlass fĂŒr den Polizeieinsatz war eine von der Gemeinde GrĂŒnheide veranlasste Suche nach Kampfmitteln. In dem Bereich, in dem BaumhĂ€user abgebaut worden seien, sei keine gefĂ€hrliche Munition im Boden gefunden worden, sagte eine Sprecherin der Polizei. 

UmweltbĂŒndnis will am Samstag demonstrieren 

Das BĂŒndnis «Tesla den Hahn abdrehen» kritisierte, die Argumentation der KampfmittelrĂ€umung sei vom Land Brandenburg und der Polizei ein vorgeschobener Grund gewesen, um die angemeldete Versammlung aufzulösen. Das zeige auch der Einsatz von schwerem GerĂ€t auf dem GelĂ€nde. Am Samstag wollen Tesla-Gegner bei einem «Waldspaziergang» demonstrieren.

PolizeiprÀsident: 268 anstrengende Einsatztage

Seit fast neun Monaten hielten Umweltaktivisten das WaldstĂŒck aus Protest gegen das Tesla-Autowerk und die geplante FlĂ€chenerweiterung besetzt. Brandenburgs PolizeiprĂ€sident Oliver Stepien sagte: «Die 268 anstrengenden Einsatztage mit Bezug zum Protestcamp in GrĂŒnheide haben den EinsatzkrĂ€ften viel abverlangt. Dabei hat die Polizei Brandenburg die Versammlungsfreiheit stets durch höchstrichterlich gebotenes, versammlungsfreundliches Agieren geschĂŒtzt.» Bei GrenzĂŒberschreitungen habe die Polizei aber konsequent gehandelt.

@ dpa.de