Geld, Kabinenpersonal

Mehr Geld fĂŒr Kabinenpersonal der Lufthansa

11.04.2024 - 09:16:48 | dpa.de

Als letzte große Berufsgruppe bei Lufthansa haben nun auch die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter eine neue Tarifvereinbarung. Im Reisesommer 2024 sind keine umfassenden Streiks mehr zu befĂŒrchten.

  • Zuletzt hatte Ufo den Flugbetrieb der Lufthansa mit einem Streik am 12. MĂ€rz lahmgelegt. - Foto: Boris Roessler/dpa
    Zuletzt hatte Ufo den Flugbetrieb der Lufthansa mit einem Streik am 12. MĂ€rz lahmgelegt. - Foto: Boris Roessler/dpa
  • Mit dem Kabinenpersonal der Lufthansa hat die letzte große Berufsgruppe der Branche die Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags abgeschlossen, wie die Gewerkschaft UnabhĂ€ngige Flugbegleiter Organisation (Ufo) mitteilt. - Foto: Andreas Arnold/dpa
    Mit dem Kabinenpersonal der Lufthansa hat die letzte große Berufsgruppe der Branche die Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags abgeschlossen, wie die Gewerkschaft UnabhĂ€ngige Flugbegleiter Organisation (Ufo) mitteilt. - Foto: Andreas Arnold/dpa
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Flugpassagiere mĂŒssen fĂŒr den Sommer keine grĂ¶ĂŸeren Streiks im deutschen Luftverkehr mehr fĂŒrchten. Mit dem Kabinenpersonal der Lufthansa hat die letzte große Berufsgruppe der Branche die Eckpunkte eines neuen Tarifvertrags abgeschlossen, wie das Unternehmen und die Gewerkschaft UnabhĂ€ngige Flugbegleiter Organisation (Ufo) am Donnerstag in Frankfurt mitteilten.

Die lange Laufzeit ĂŒber drei Jahre garantiert in der Kabine einen Tariffrieden bis Ende 2026. In drei Stufenerhöhungen steigen die GehĂ€lter der knapp 19.000 BeschĂ€ftigten einschließlich des Zinseffekts um 17,4 Prozent. Auch einige Zulagen werden angehoben. Zudem wurde zum nĂ€chstmöglichen Zeitpunkt die Auszahlung einer InflationsausgleichsprĂ€mie in Höhe von 3000 Euro vereinbart. Die Einigung steht noch unter dem Vorbehalt, dass die Ufo-Mitglieder in einer erneuten Urabstimmung zustimmen. 

Die Gewerkschaft hatte ursprĂŒnglich 15 Prozent mehr Geld bei der halben Laufzeit von 18 Monaten gefordert. Die GehĂ€lter werden nun zum 1. Mai dieses Jahres um 8 Prozent, zum 1. MĂ€rz 2025 um 5 Prozent und schließlich zum 1. MĂ€rz 2026 um 3,5 Prozent erhöht. Daraus ergibt sich fĂŒr den Gesamtzeitraum mit dem Zinseffekt eine Steigerung um 17,4 Prozent. Ufo hat sich zudem verpflichtet, nach Auslaufen des Tarifvertrags zum Jahreswechsel 2026/27 drei Monate lang nicht zu ArbeitskĂ€mpfen aufzurufen. 

Bislang keine Lösungen fĂŒr Lufthansa-Töchter

Zuletzt hatte Ufo den Flugbetrieb der Lufthansa mit einem Streik am 12. MĂ€rz lahmgelegt. Über Ostern hatte die Kabinengewerkschaft auf einen weiteren Streik verzichtet. Die danach erzielte Eckpunkte-Vereinbarung ist bereits von den Gremien der Gewerkschaft und des Unternehmens genehmigt. «Die jetzt erzielte Einigung ist fĂŒr FluggĂ€ste, Mitarbeitende und Lufthansa eine gute Nachricht», erklĂ€rte Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann.

Nicht von der Einigung erfasst sind die BeschĂ€ftigten in den Flugzeugen der Lufthansa-Töchter Cityline und Discover. Ufo berichtete erneut von Fortschritten in den GesprĂ€chen zu den jeweiligen HaustarifvertrĂ€gen, Lösungen gibt es aber noch nicht. Die Auseinandersetzung beim Ferienflieger Discover hatte auch die GesprĂ€che bei der Lufthansa-Mutter belastet. Bei der vor knapp drei Jahren gegrĂŒndeten Ferien-Airline wollen Piloten und Flugbegleiter erste TarifvertrĂ€ge durchsetzen. 

Vor Ostern hatten Lufthansa und Verdi mit Hilfe einer Schlichtung den Tarifkonflikt beim Lufthansa-Bodenpersonal abgerĂ€umt. Das Ergebnis haben die Verdi-Mitglieder mit 94,5 Prozent Zustimmung angenommen. Die Piloten sind schon lĂ€nger an einen langfristigen Tarifvertrag gebunden. Am vergangenen Wochenende gab es zudem ebenfalls ĂŒber eine Schlichtung einen Kompromiss fĂŒr die privaten LuftsicherheitskrĂ€fte an den FlughĂ€fen. Im Wechsel hatten die drei Berufsgruppen im FrĂŒhjahr immer wieder große Teile des deutschen Luftverkehrs bestreikt und lahmgelegt.

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