BMW kooperiert mit Lidl-Schwester PreZero beim Recycling
05.02.2026 - 12:00:22BMW und die Lidl-Schwester PreZero wollen gemeinsam Autos recyceln. Die Unternehmen haben einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterschrieben, wie sie mitteilen. Dessen Ziel ist, ein GeschÀftsmodell zur Verwertung von Altfahrzeugen zu entwickeln und damit einen geschlossenen Materialkreislauf zu erzeugen.
Noch sind die Angaben zur Kooperation eher vage, ist sie erfolgreich, könnte sie aber mehrere positive Effekte haben. Dabei geht es auch um die Umwelt, aber nicht nur. Denn das Recycling soll helfen, RohstoffabhĂ€ngigkeiten zu reduzieren und Lieferketten widerstandsfĂ€higer zu machen.Â
Altautos als Materialquelle
«Durch die Entwicklung eines tragfĂ€higen GeschĂ€ftsmodells fĂŒr einen innovativen Material- und Verwertungskreislauf sollen Altfahrzeuge konsequent als strategische Materialquelle genutzt werden», heiĂt es von den Unternehmen. «ZunĂ€chst sollen Komponenten eines Fahrzeugs durch weitere Nutzung möglichst lange im Kreislauf gehalten werden. In einem weiteren Schritt ist es das Ziel, durch innovative Verwertungsprozesse mehr hochwertige Recyclingmaterialien und Rohstoffe fĂŒr den weiteren Einsatz zu gewinnen. Der Bedarf an PrimĂ€rrohstoffen wĂŒrde so deutlich gesenkt werden.»
Bei BMW spricht man von einem «Meilenstein». Die Kooperation sei langfristig zu sehen. Ab sofort arbeite man gemeinsam am Projekt, in einigen Monaten werde man voraussichtlich erste Ergebnisse vorstellen können.
Jeder der beiden Partner bringt dabei unterschiedliche Expertise mit an den Tisch. BMW beschÀftigt sich bereits damit, wie Autos so designt werden können, dass sie gut recycelbar sind und hat in seinem seit 1994 betriebenen Recycling- und Demontagezentrum Erfahrungen gesammelt.
PreZero soll Wissen zu europĂ€ischen Stoffströmen und Sortiertechnologien sowie als Batterie-Recycler beisteuern. Das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm bei Heilbronn ist der zweitgröĂte Entsorger in Deutschland und gehört, wie Lidl und Kaufland, zur Schwarz Gruppe. PreZero hat rund 30.000 Mitarbeiter.





