Experte, Trump-Zölle

Experte: Trump-Zölle können HÀfen treffen

04.03.2025 - 05:30:38

Aluminium, Stahl und Autos: Der US-PrĂ€sident droht immer wieder mit neuen Zöllen. Sollten diese wirksam werden, könne auch der Umschlag der großen deutschen HĂ€fen darunter leiden, schĂ€tzt ein Experte.

  • Die USA sind der wichtigste Handelspartner des Hafens Bremerhaven. (Archivbild)  - Foto: Sina Schuldt/dpa

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  • Die USA sind der zweitwichtigste Handelspartner des Hafens Hamburg. Der wichtigste ist China. (Archivbild)  - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

    Daniel Reinhardt/dpa

Die USA sind der wichtigste Handelspartner des Hafens Bremerhaven. (Archivbild)  - Foto: Sina Schuldt/dpaDie USA sind der zweitwichtigste Handelspartner des Hafens Hamburg. Der wichtigste ist China. (Archivbild)  - Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Schifffahrtsexperte Burkhard Lemper hĂ€lt Auswirkungen von US-Zöllen auf deutsche HĂ€fen fĂŒr möglich. Sollten EU-Produkte tatsĂ€chlich mit Zöllen belegt werden, treffe das zumindest HĂ€fen mit nennenswertem USA-Verkehr, sagte Lemper, der das Institut fĂŒr Seeverkehrswirtschaft und Logistik in Bremen leitet. Verringerte Zuwachsraten oder Verluste des Handelsvolumens seien möglich. 

Das Ausmaß sei im Vorhinein kaum zu bestimmen, sagte Lemper der Deutschen Presse-Agentur. Bislang sei unklar, ob sich Importe mit lokaler Produktion ersetzen ließen und die Nachfrage aufgrund der Preissteigerungen falle. In der Schifffahrt wirkten sich HandelseinschrĂ€nkungen zwischen den USA und dem Rest der Welt vor allem auf global tĂ€tige Reedereien aus

Im Containerverkehr ist vor allem Bremerhaven an die USA angebunden, aber auch Hamburg und Wilhelmshaven verfĂŒgen ĂŒber Verbindungen, wie Lemper erlĂ€utert. 

Im Containerverkehr waren die USA laut Statistik von Bremenports der wichtigste Handelspartner der bremischen HÀfen mit einem Anteil von rund 17 Prozent (2023). In Hamburg lag der Anteil bei etwa 8,8 Prozent (2024), wie aus Zahlen von Hamburg Hafen Marketing hervorgeht. Zu Wilhelmshaven lagen keine Daten vor. 

Zölle als Verhandlungstaktik 

Trump nutzt Zolldrohungen immer wieder als Verhandlungstaktik. Bestehende Zölle auf chinesische Waren sollen sich heute von zehn auf 20 Prozent verdoppeln, und Zölle gegen Mexiko und Kanada von 25 Prozent in Kraft treten. Stahl- und Aluminiumimporte sollen mit Zöllen von 25 Prozent belegt werden. Zölle in dieser Höhe drohte Trump auch auf EU-Importe an.

@ dpa.de