Amazon, US-SupermÀrkten

Amazon setzt in US-SupermÀrkten auf smarte Einkaufswagen

03.04.2024 - 01:41:18

Amazon wollte EinkaufslĂ€den mit Technik revolutionieren, die erkennt, was man sich aus den Regalen holt. Nun erkennt der Konzern, dass fĂŒr SupermĂ€rkte smarte Einkaufswagen die bessere Lösung sind.

Amazon schraubt PlĂ€ne fĂŒr seine Supermarkt-Technologie zurĂŒck, bei der KĂ€ufer sich einfach Artikel aus den Regalen greifen und den Laden verlassen können. In den hauseigenen «Amazon-Fresh»-SupermĂ€rkten in den USA soll stattdessen kĂŒnftig der vernetzte Einkaufswagen mit Kameras zum Einsatz kommen, sagte der zustĂ€ndige Top-Manager Tony Hoggett der Website «The Information». Man habe festgestellt, dass dies beim Einkauf auf grĂ¶ĂŸeren LadenflĂ€chen populĂ€rer sei, erlĂ€uterte er. Unter anderem wollten die Kunden einen besseren Überblick darĂŒber behalten, wie teuer der Einkauf fĂŒr sie sein werde.

Amazons Wagen zeigen auf einem Display den Preis der Waren und den Gesamtwert des Einkaufs an. Man muss die Artikel dafĂŒr vor die Kamera des Einkaufswagens halten. Am Ende des Einkaufs kann der Kunde das GeschĂ€ft an den Kassen vorbei verlassen und der Betrag wird ĂŒber seinen Amazon-Account abgebucht. FĂŒr Leute, die das nicht nutzen wollen, gibt es auch traditionelle Kassen.

Richtige Strategie fĂŒr den stationĂ€ren Handel?

Amazon versucht schon seit Jahren, die richtige Strategie fĂŒr den stationĂ€ren Handel zu finden. Der Konzern will sich dabei mit mehr Komfort beim Einkauf abheben. Eine zentrale Idee dabei ist, Kassen ĂŒberflĂŒssig zu machen. Die Technik, die automatisch erkennt, welche Artikel sich KĂ€ufer aus den Regalen holen, nutzt der Konzern seit Jahren in den LĂ€den der Marke «Amazon Go», die deutlich kleiner als ĂŒbliche SupermĂ€rkte sind.

Dort werde sie auch weiter im Einsatz bleiben, sagte eine Sprecherin. Auch in den kleineren «Fresh»-GeschĂ€ften in Großbritannien bleibe sie erhalten. Der Konzern bietet die Technologie außerdem anderen EinzelhĂ€ndlern an. Sie gilt als eher aufwendig mit der Installation vieler Kameras und Sensoren unter anderem in den Regalen.

Der weltgrĂ¶ĂŸte Online-HĂ€ndler kaufte 2017 auch die US-Lebensmittelkette Whole Foods, in der es bisher wenig Experimente gab. Whole Foods gilt in den USA als eher teuer, wĂ€hrend die bisher mehr als 40 «Amazon-Fresh»-GeschĂ€fte auf Ă€hnlichem Preisniveau liegen wie andere SupermĂ€rkte.

@ dpa.de