ROUNDUPStaats-TV, Helikopter-Absturz

Keine Überlebenden nach Helikopter-Absturz im Iran

20.05.2024 - 06:35:23

An der Absturzstelle des PrĂ€sidenten-Helikopters im Iran haben die RettungskrĂ€fte keine Anzeichen fĂŒr Überlebende gefunden.

Das berichtete das iranische Staatsfernsehen am Montagmorgen. Von offizieller Seite gab es zunĂ€chst keine BestĂ€tigung zum Verbleib der neun Insassen des Hubschraubers, mit dem auch PrĂ€sident Ebrahim Raisi und Außenminister Hussein Amirabdollahian geflogen waren.

Die staatliche Nachrichtenagentur Irna veröffentlichte von einer Drohne aufgenommene Bilder, die TrĂŒmmerteile eines völlig zerstörten Helikopters an einem Hang zeigen. Zuvor hatte der Chef des iranischen Roten Halbmonds, Pir-Hussein Kuliwand, die Lage als dĂŒster beschrieben. NĂ€here Details waren zunĂ€chst nicht bekannt.

PrĂ€sident Raisi war zusammen mit Außenminister Amirabdollahian auf der RĂŒckreise von einem Treffen mit dem PrĂ€sidenten des Nachbarlandes Aserbaidschan, Ilham Aliyev, als ihr Hubschrauber am Sonntagnachmittag im Nordwesten des Landes verschollen ging. Dutzende Rettungsteams suchten auch nach Einbruch der Dunkelheit bei schwierigen WetterverhĂ€ltnissen in dem bergigen Terrain nach dem Hubschrauber und den neun Insassen.

Sollten die beiden StaatsmĂ€nner ums Leben gekommen sein, wĂ€ren die Folgen kaum abzusehen. Die Islamische Republik dĂŒrfte aber wahrscheinlich in eine schwere Krise stĂŒrzen. Irans ReligionsfĂŒhrer Ali Chamenei, der als mĂ€chtigster Mann im Staat in allen strategischen Fragen das letzte Wort hat, versicherte bereits am Abend, dass selbst im schlimmsten Fall fĂŒr alle Szenarien vorgesorgt sei. Er betete fĂŒr die RĂŒckkehr seines ProtegĂ©s Raisis, der bereits als potenzieller Nachfolger fĂŒr den 85-JĂ€hrigen gehandelt wurde.

@ dpa.de