GdP, Innen-Etat

GdP hĂ€lt Innen-Etat trotz Ausgaben-Plus fĂŒr zu klein

12.09.2024 - 06:47:10

Angesichts der aktuellen Bedrohungslage und zusĂ€tzlicher Aufgaben etwa beim Grenzschutz fordert die Gewerkschaft der Polizei (GdP) mehr Geld fĂŒr innere Sicherheit.

"Wer mehr Polizisten auf der Straße sehen will, muss die großen Digitalprojekte der Polizeien sofort umsetzen", denn dadurch wĂŒrden KrĂ€fte freigesetzt, sagte der GdP-Bundesvorsitzende, Jochen Kopelke, vor den Beratungen ĂŒber den Haushaltsplan fĂŒr das Bundesinnenministerium. "Wir benötigen zusĂ€tzlich mehr Bereitschaftspolizisten und schweres GerĂ€t, fĂŒr das, was da noch kommt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Der Entwurf fĂŒr den Etat des Bundesinnenministeriums im Jahr 2025, ĂŒber den der Bundestag jetzt in erster Lesung berĂ€t, sieht Ausgaben in Höhe von 13,75 Milliarden Euro vor. Das sind rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Einen Zuwachs gibt es vor allem bei der Bundespolizei sowie bei den veranschlagten Ausgaben fĂŒr IT-Projekte und die Digitalisierung der Verwaltung. Mit rund einer halben Milliarde Euro will der Bund im kommenden Jahr nur etwa halb so viel Geld fĂŒr Integrationskurse ausgeben. Das haben vor allem Abgeordnete der GrĂŒnen kritisiert.

Die bislang im Haushalt 2025 veranschlagten eine Milliarde Euro mehr fĂŒr die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz seien ein erster richtiger Schritt, sagte der GdP-Bundesvorsitzende. Dennoch seien LĂŒcken zu erwarten.

Kopelke fĂŒgte hinzu: "ich kann momentan nicht erkennen, wie unsere Kolleginnen und Kollegen in den LĂ€ndern personell etwa die verschĂ€rften waffenrechtlichen Regelungen angemessen kontrollieren sollen, ohne andere wichtige polizeiliche Aufgaben zu vernachlĂ€ssigen."

Gleiches gelte fĂŒr die Bundespolizei. Dort werde - auch wegen der zusĂ€tzlich angeordneten Grenzkontrollen - bereits heute "am Limit gearbeitet". Es fehle an Personal und Infrastruktur. "Es muss angesichts der Bedrohungslage und der gesamten KriminalitĂ€tsentwicklung in unserem Land eine gemeinsame krĂ€ftige Finanzierung der hohen Bedarfe der Sicherheitsbehörden geben", forderte der GdP-Chef.

@ dpa.de