Ampel-Fraktionschefs laden BauernverbÀnde zu GesprÀch ein
11.01.2024 - 07:35:04 | dpa.deEin entsprechendes Schreiben der Fraktionschefs Rolf MĂŒtzenich (SPD), Britta HaĂelmann (GrĂŒne) und Christian DĂŒrr (FDP) wurde nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochnachmittag verschickt. In dem GesprĂ€ch soll es demnach um die wirtschaftlichen Perspektiven fĂŒr die landwirtschaftlichen Betriebe gehen.
Die Ampel-Regierung hat mit ihren PlĂ€nen fĂŒr den Abbau der SteuervergĂŒnstigungen fĂŒr Agrardiesel einen Proteststurm der Bauern ausgelöst, der auch durch ZugestĂ€ndnisse der Regierung nicht gestoppt werden konnte. Derzeit lĂ€uft eine Aktionswoche, deren Höhepunkt am kommenden Montag (15. Januar) eine GroĂdemonstration in Berlin sein soll. An diesem Tag soll das GesprĂ€ch mit den Fraktionschefs stattfinden.
BauernprÀsident spricht von "faulem Kompromiss"
Der Bauernverband gibt sich mit der von der Regierung vorgenommene EntschĂ€rfung der SubventionskĂŒrzungen nicht zufrieden. PrĂ€sident Joachim Rukwied setzt nun auf das noch bevorstehende parlamentarische Verfahren. "Jetzt ist es an der Bundesregierung und an den Fraktionen im Deutschen Bundestag, diese Proteste zu beenden", sagte er der dpa. "Ein fauler Kompromiss, wie er derzeit auf dem Tisch liegt, kann keine Lösung sein - denn der wird keinen Traktor von der StraĂe holen." Die Fraktionen mĂŒssten nun intensiv darĂŒber beraten, "wie die WettbewerbsfĂ€higkeit der Landwirtschaft erhalten bleiben kann und wie die Proteste beendet werden können".
Scholz will in Cottbus mit Bauern sprechen
An diesem Donnerstag sind weitere Aktionen geplant, etwa in Frankfurt am Main, Hannover, Karlsruhe und Cottbus, wo Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) zur Eröffnung eines neuen Bahnwerks erwartet wird. Am Rande der Veranstaltung will er mit Vertretern des Landesbauernverbandes zusammentreffen. AnschlieĂend wird er in Berlin an der Klausurtagung der SPD-Fraktion teilnehmen.
Die Bundesregierung plant, die seit mehr als 70 Jahren bestehende SteuervergĂŒnstigung beim Agrardiesel nicht mehr auf einen Schlag abzuschaffen, sondern schrittweise ĂŒber drei Jahre auslaufen zu lassen. Eine vorgesehene Streichung der Kfz-Steuerbefreiung fĂŒr Landwirte hat die Koalition bereits ganz zurĂŒckgenommen. Der Bauernverband hat die bisherigen Korrekturen als nicht ausreichend bezeichnet. Der Bundestag muss den PlĂ€nen noch zustimmen.
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