US-Regierung, Hilfe

US-Regierung fordert mehr humanitĂ€re Hilfe fĂŒr Gaza

05.11.2024 - 06:02:09

Angesichts der katastrophalen Lage nach mehr als einem Jahr Krieg im Gazastreifen dringt US-Außenminister Antony Blinken auf mehr humanitĂ€re Hilfe in der Region.

Die Zivilisten in dem von Israel abgeriegelten KĂŒstenstreifen brĂ€uchten zusĂ€tzliche Nahrungsmittel, Medikamente und Dinge des tĂ€glichen Bedarfs, sagte Blinken nach Angaben des US-Außenministeriums bei einem GesprĂ€ch mit dem israelischen Verteidigungsminister Joav Galant. Er habe zudem betont, wie wichtig es sei, den Krieg im Gazastreifen zu beenden und alle aus Israel entfĂŒhrten Geiseln nach Hause zu bringen sowie der palĂ€stinensischen Bevölkerung zu ermöglichen, ihr Leben wieder aufzubauen.

Auslöser des Kriegs war das von Hamas-Terroristen und anderen Extremisten am 7. Oktober vergangenen Jahres in Israel verĂŒbte Massaker, bei dem 1.200 Menschen getötet und weitere 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt wurden. Bei der israelischen Offensive wurden laut - unabhĂ€ngig kaum zu ĂŒberprĂŒfenden - Angaben der palĂ€stinensischen Gesundheitsbehörde bisher mehr als 43.300 Menschen getötet und mehr als 102.000 weitere verletzt, wobei die von der Hamas kontrollierte Behörde nicht zwischen KĂ€mpfern und Zivilisten unterscheidet. Die humanitĂ€re Lage im weitgehend zerstörten Gazastreifen ist katastrophal.

Blinken: Hamas verweigert Geisel-Freilassung

Blinken sprach auch mit dem Ă€gyptischen Außenminister Badr Abdelatty ĂŒber die Lage im Nahen Osten. Die Hamas weigere sich nach wie vor, auch nur eine begrenzte Anzahl von Geiseln freizulassen, um im Gegenzug eine Waffenruhe und Hilfe fĂŒr die Menschen im Gazastreifen zu erreichen, sagte Blinken nach Angaben seines Sprechers.

Laut der israelischen Zeitung "The Times of Israel" hatte Ägypten zuletzt einen Vorschlag unterbreitet, nach dem die Hamas vier israelische Geiseln im Austausch gegen rund 100 palĂ€stinensische HĂ€ftlinge freilassen sollte. WĂ€hrend einer zunĂ€chst 48-stĂŒndigen Waffenruhe sollte demnach ĂŒber eine lĂ€ngerfristige Waffenruhe verhandelt werden.

@ dpa.de