Gesundheitsrisiko Klimawandel: WHO-Gremium soll Hilfe bieten
11.06.2025 - 13:39:57Wie die WHO mitteilte, soll die Pan-European Commission on Climate and Health (PECCH) erschwingliche und praktikable Empfehlungen fĂŒr den Gesundheitssektor vorlegen. Dazu gehören etwa FrĂŒhwarnsysteme fĂŒr Hitzewellen.
Die europĂ€ische Region ist der WHO-Mitteilung zufolge die Gegend, die sich weltweit am schnellsten erwĂ€rmt. Ein Drittel aller weltweiten Hitze-TodesfĂ€lle entfallen demnach auf diese Region. Zudem seien hier zehn Prozent aller Stadtbewohner von Ăberschwemmungen bedroht. Die durch den Klimawandel zu erwartenden hĂ€ufigeren heftigen NiederschlĂ€ge und der Anstieg des Meeresspiegels verschlimmern demnach die Situation.
Gesundheitsrisiken durch Klimawandel treffen die SchwÀchsten
PECCH-Leiterin ist die ehemalige islĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin KatrĂn JakobsdĂłttir. Laut der Mitteilung sagte sie, schon heute beeintrĂ€chtige "das Zusammenspiel von steigenden Temperaturen, Luftverschmutzung und sich verĂ€ndernden Ăkosystemen infolge des vom Menschen verursachten Klimawandels" die Gesundheit der Menschen in der europĂ€ischen Region und auf der ganzen Welt. Auch der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gehört dem Ausschuss an.
JakobsdĂłttirs Kollege in der Kommission, der Epidemiologe Andrew Haines, ergĂ€nzte, die Gesundheitsrisiken reichten von der Verbreitung ansteckender Krankheiten bis hin zu hitzebedingten Erkrankungen sowie ErnĂ€hrungsunsicherheit. Sie betrĂ€fen die schwĂ€chsten Gruppen der Bevölkerung unverhĂ€ltnismĂ€Ăig stark.
Die WHO zÀhlt insgesamt 53 LÀnder zur Region Europa. Dazu gehören neben den 27 EU-LÀndern auch zahlreiche zentralasiatische Staaten.

