StĂ€dtebund fordert Mut fĂŒr unpopulĂ€re Sozialreformen
28.01.2025 - 23:05:18"Das ist auch die Chance, sich darauf zu besinnen, dass man sich nicht jeden Wunsch auch leisten kann", sagte der CSU-Kommunalpolitiker der Mediengruppe Ippen Media. Fraglich sei beispielsweise, warum sich EinkommensmillionĂ€re finanziell nicht an der frĂŒhkindlichen Erziehung ihrer Sprösslinge beteiligen mĂŒssten.
Auch unpopulÀre Reformen sind nötig
"An diese Dinge muss man ran, auch wenn das nicht populĂ€r ist", betonte Brandl. "Es ist Teil unseres SozialverstĂ€ndnisses gewesen, dass wir denen helfen, die sich selber nicht helfen können - aber nur, solange sie das nicht können." Wegen der wirtschaftlichen Krise im Land und eines "186 Milliarden Euro schweren Sanierungsstaus" bei den Kommunen mĂŒsse das gesamte System umgebaut werden. Immer mehr Kommunen seien nicht in der Lage, dauerhaft gefestigte Haushalte aufzustellen.
Brandl will Zuwanderer vom ersten Tag an in Arbeit bringen
Auch beim Thema Migration sei die Lage fĂŒr viele Kommunen "teils brutal, insbesondere die Frage der Unterbringung", sagte Brandl. "Auch mit Blick auf das Gerechtigkeitsempfinden in der Bevölkerung" sei es wichtig, ankommende Menschen schnell in Arbeit zu bringen. "Ich bin der festen Ăberzeugung, dass ĂŒber das Thema Arbeit das Thema Integration deutlich besser lösbar ist." Das sei zugleich fĂŒr das SelbstwertgefĂŒhl der Ankommenden förderlich: "Da sind sie vollwertiges Mitglied der Gesellschaft. Das wĂ€re eine Umkehr in der Politik."
Es gehe darum, "vom ersten Tag an zu arbeiten", sagte der CSU-Politiker - und zwar unabhĂ€ngig von der individuellen Qualifikation. "Ăberspitzt gesagt muss auch ein Bauingenieur unter UmstĂ€nden Arbeit ableisten, die unter seiner Qualifikation liegt, bis er die Sprache so beherrscht, dass er in seinem Beruf tĂ€tig sein kann."

