Deutschland, Arbeitsmarkt

Job-Hopping verliert an Beliebtheit

14.04.2026 - 04:30:10 | dpa.de

Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage nimmt die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern ab. Das hat eine Befragung des Instituts Forsa ergeben.

Das Interesse an Berufswechseln hat abgenommen. (Symbolbild) - Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Job-Hopping verliert an Beliebtheit. Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage hat die Wechselbereitschaft von Arbeitnehmern tendenziell abgenommen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der Hamburger Karriereplattform Xing, fĂŒr die das Meinungsforschungsinstitut Forsa etwa 3.400 BeschĂ€ftigte befragt hat. Job-Hopping bezeichnet hĂ€ufige Stellenwechsel. 

Demnach plant etwa jede und jeder Dritte (34 Prozent) einen Wechsel oder ist offen fĂŒr den Schritt, wie es in der jĂ€hrlichen «Wechselbereitschaftsstudie» heißt. 2025 lag der Wert noch bei 36 Prozent. In Vorjahren Ă€ußerten 37 Prozent der Befragten die Überlegung, ihren Arbeitgeber zu verlassen. 

Julian Stahl, der sich bei Xing mit dem Arbeitsmarkt beschĂ€ftigt, sagte: Geopolitische Spannungen hĂ€tten zugenommen, Technologien entwickelten sich rapide, und die Wirtschaft leide unter einer Flaute. Das fĂŒhre zu dem Wunsch nach StabilitĂ€t im Arbeitsleben.

Bereitschaft schwankt mit Alter

AuffĂ€llig ist, dass die Wechselbereitschaft je nach Alter unterschiedlich ausfĂ€llt: Die Werte schwanken zwischen 17 und 44 Prozent. Je jĂŒnger der BeschĂ€ftigte ist, desto eher kann er sich einen anderen Arbeitgeber vorstellen. 

Die VerÀnderungsbereitschaft der Babyboomer, die von Forsa den JahrgÀngen 1946 bis 1964 zugeordnet worden sind, hat gegenlÀufig zugenommen: 17 Prozent können sich einen Wechsel vorstellen. Das entspricht einem Plus um zwei Prozentpunkte. 

Forsa hat zwischen dem 15. Dezember 2025 und dem 8. Januar 2026 abhÀngige BeschÀftige von 18 bis 67 Jahren befragt. AbhÀngige BeschÀftigte sind Angestellte und Arbeiter.

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