Arbeitsmarkt, Gesellschaft

DGB will Vermögende stÀrker in Verantwortung nehmen

12.02.2026 - 02:00:00

Angesichts der unterschiedlichen VorschlÀge von Union und SPD zur Finanzierung des Sozialstaats fordert der DGB, die Reichen im Land stÀrker in den Blick zu nehmen.

"Diejenigen, die auf der Sonnenseite des Lebens stehen, mĂŒssen stĂ€rker in die Verantwortung", sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell den Zeitungen der "Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft" (Donnerstagsausgaben). "Wir brauchen eine Debatte darĂŒber, die Vermögen gerechter zu verteilen. Da gibt es enorme Unwuchten", so Körzell.

Der Gewerkschaftsvertreter forderte unter anderem eine Erbschaftsteuer ohne Ausnahmen fĂŒr große Betriebsvermögen und stattdessen Stundungsregelungen fĂŒr Betriebe. Man mĂŒsse zudem darĂŒber reden, wie Vermögende insgesamt stĂ€rker an den Kosten von Infrastruktur, Bundeswehr und demografischem Wandel beteiligt werden könnten. Auch an die ZinsertrĂ€ge der Sparer will Körzell ran. "Es kann aber beispielsweise auch nicht sein, dass wir KapitalertrĂ€ge pauschal mit 25 Prozent besteuern und in der Einkommenssteuer einen progressiven Anstieg haben", so Körzell.

Weil Einnahmen aus Erbschaft- und Vermögensteuer den LĂ€ndern zustehen, sollte man aus seiner Sicht fĂŒr den Bund ĂŒber eine Vermögensabgabe nachdenken - nach der "riesige Vermögen zusĂ€tzlich einen bestimmten Prozentsatz einmalig abgeben". Laut Körzell sollte mit großen FreibetrĂ€gen gearbeitet werden. "Aber es kann nicht sein, dass die MilliardĂ€re in diesem Land immer reicher werden, die Verteilung immer ungerechter", so das DGB-Vorstandsmitglied. @ dts-nachrichtenagentur.de

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