RWE bietet spÀteren Kohleausstieg an: Politik gefordert
24.10.2023 - 03:59:16Der Energiekonzern RWE wĂŒrde nach eigenen Angaben seine Braunkohle-Blöcke lĂ€nger laufen lassen als bislang geplant, wenn die Bundesregierung eine solche VerlĂ€ngerung befĂŒrwortet. «Wenn die Regierung in Absprache mit der Netzagentur der Meinung ist, dass man die Laufzeit der Blöcke Neurath D und E um ein weiteres Jahr bis MĂ€rz 2025 verlĂ€ngern sollte, um einen Sicherheitspuffer zu haben, werden wir die Anlagen lĂ€nger laufen lassen», sagte eine RWE-Sprecherin der «Rheinischen Post».
Um die Stromerzeugung aus Gas zu reduzieren und damit Gas zu sparen, hatte die Bundesregierung als Folge des Ukraine-Krieges im vergangenen Jahr die Wiederinbetriebnahme beziehungsweise den Weiterbetrieb von Kohlekraftwerken ermöglicht.
RWE: «Eine schnelle Entscheidung wÀre hilfreich»
Unter anderem darf RWE zwei Kraftwerksblöcke (Neurath D und E), die ursprĂŒnglich bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollten, bis Ende MĂ€rz 2024 betreiben. Die Bundesregierung wollte prĂŒfen, ob die Anlagen noch ein Jahr lĂ€nger, also bis Ende MĂ€rz 2025, weiterbetrieben oder in eine Reserve ĂŒberfĂŒhrt werden sollen. «Eine schnelle Entscheidung wĂ€re hilfreich, um Klarheit fĂŒr die Mitarbeiter zu schaffen und die notwendigen Technischen MaĂnahmen vorzubereiten», sagte die RWE-Sprecherin.
Die Umweltorganisation Greenpeace wies in der «Rheinischen Post» auf die schlechte Klimabilanz von Kohle hin: «Ausgerechnet die dreckigsten Anlagen am Netz zu lassen, wÀre klimapolitisch fatal und es wÀre auch energiepolitisch nicht nötig», sagte der Greenpeace-Energieexperte Karsten Smid.
FĂŒr das Rheinische Revier haben sich die Politik und der Energiekonzern RWE auf einen um acht Jahre auf 2030 vorgezogenen Kohleausstieg geeinigt. FĂŒr die ostdeutschen Reviere ist das aber noch nicht entschieden.


