BDA drÀngt auf Ende der telefonischen Krankschreibung
01.01.2026 - 05:00:00"Sie war ein Notinstrument in der Pandemie, ist heute aber ein Einfallstor fĂŒr Missbrauch." Videosprechstunden seien eine zeitgemĂ€Ăere und bessere Alternative. Weiterhin will der VerbandsprĂ€sident, die Lohnfortzahlung auf maximal sechs Wochen pro Jahr begrenzen. Bisher gilt die Lohnfortzahlung fĂŒr sechs Wochen pro Erkrankung. Weil die Lohnfortzahlung bislang an einzelne KrankheitsfĂ€lle gekoppelt ist, haben BeschĂ€ftigte unter bestimmten Voraussetzungen mehrfach innerhalb eines Jahres Anspruch auf jeweils bis zu sechs Wochen Lohnfortzahlung. AuĂerdem fordert Dulger, dass ZuschlĂ€ge fĂŒr Nacht-, Sonntags- und Mehrarbeit im Krankheitsfall nicht mehr fortgezahlt werden sollten. "Wer nicht arbeitet, hat auch keine Mehrbelastung", so der BDA-PrĂ€sident. Auch der Medizinische Dienst der Krankenkassen solle hĂ€ufiger und schneller ArbeitsunfĂ€higkeiten ĂŒberprĂŒfen können. Derzeit seien entsprechende PrĂŒfungen die Ausnahme. Hintergrund der Debatte ist ein Anstieg der Fehlzeiten seit dem Jahr 2022. Im Jahr 2024 haben Arbeitgeber laut Berechnungen des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) rund 82 Milliarden Euro fĂŒr die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gezahlt. Hinzu kommen ProduktionsausfĂ€lle und entgangene Wertschöpfung, die Unternehmen und Volkswirtschaft Hunderte Milliarden kosteten. Laut einer aktuellen Untersuchung der Bundesanstalt fĂŒr Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin verursachten Fehltage im Jahr 2024 ProduktionsausfĂ€lle von insgesamt 134 Milliarden Euro. Demnach war im Jahr 2024 jeder BeschĂ€ftigte im Durchschnitt 20,8 Tage krank.


