Sachsens MinisterprÀsident fordert stÀrkere Braunkohleverstromung
06.02.2026 - 05:00:00Er erinnerte daran, dass der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung damals einhergehen sollte mit dem Bau von Gaskraftwerken, weil Gas nur halb so viel CO2 ausstoĂe wie die heimische Braunkohle. "Der Weg, den wir damals fĂŒr unsere Energiewende eingeschlagen haben, hat sich durch den Wegfall von russischem Gas verĂ€ndert", sagte der MinisterprĂ€sident und ergĂ€nzte: "Das LNG hat einen Ă€hnlichen Klimaeffekt wie die heimische Braunkohle."
Kretschmer fordert daher, den CO2-Preis auf Braunkohle auszusetzen, um diese konkurrenzfĂ€hig zu erhalten. "Es ist aus meiner Sicht Unsinn, diesen EnergietrĂ€ger jetzt durch CO2-Abgaben extrem zu verteuern und gleichzeitig LNG, das einen Ă€hnlichen Klimafaktor hat und aus dem Ausland transportiert werden muss, zu bevorzugen", sagte Kretschmer dem Tagesspiegel. Mit der Braunkohleverstromung sei man vom Ausland unabhĂ€ngig, erhalte die eigenen ArbeitsplĂ€tze und nutze eine bereits vorhandene Infrastruktur. "Wir bauen gerade an bestehenden Kohlekraftwerken neue Gaskraftwerke, ohne damit einen Klimaeffekt zu erzielen. Das mĂŒssen wir kritisch miteinander besprechen, sonst schaden wir unserer Volkswirtschaft", so Kretschmer.


