SAC, Energie

Sachsens MinisterprÀsident fordert stÀrkere Braunkohleverstromung

Veröffentlicht am: 06.02.2026 um 05:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.de

Angesichts sich leerender Gasspeicher und hoher Importe von US-FlĂŒssigerdgas (LNG) fordert Sachsens MinisterprĂ€sident Michael Kretschmer (CDU), vermehrt auf heimische Braunkohle zu setzen."Wir haben ein Ziel, das absolut richtig ist.

Kraftwerk (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Kraftwerk (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Wir wollen CO2 einsparen. Es muss aber auch ökonomisch und sozial funktionieren", sagte der CDU-Politiker dem Tagesspiegel. Neben der Diversifizierung der LNG-Importe mĂŒsse auch die Braunkohle wieder stĂ€rker in den Fokus genommen werden. "Wir brauchen einen unverstellten Blick auf unsere Energiepolitik", sagte Kretschmer.

Er erinnerte daran, dass der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung damals einhergehen sollte mit dem Bau von Gaskraftwerken, weil Gas nur halb so viel CO2 ausstoße wie die heimische Braunkohle. "Der Weg, den wir damals fĂŒr unsere Energiewende eingeschlagen haben, hat sich durch den Wegfall von russischem Gas verĂ€ndert", sagte der MinisterprĂ€sident und ergĂ€nzte: "Das LNG hat einen Ă€hnlichen Klimaeffekt wie die heimische Braunkohle."

Kretschmer fordert daher, den CO2-Preis auf Braunkohle auszusetzen, um diese konkurrenzfĂ€hig zu erhalten. "Es ist aus meiner Sicht Unsinn, diesen EnergietrĂ€ger jetzt durch CO2-Abgaben extrem zu verteuern und gleichzeitig LNG, das einen Ă€hnlichen Klimafaktor hat und aus dem Ausland transportiert werden muss, zu bevorzugen", sagte Kretschmer dem Tagesspiegel. Mit der Braunkohleverstromung sei man vom Ausland unabhĂ€ngig, erhalte die eigenen ArbeitsplĂ€tze und nutze eine bereits vorhandene Infrastruktur. "Wir bauen gerade an bestehenden Kohlekraftwerken neue Gaskraftwerke, ohne damit einen Klimaeffekt zu erzielen. Das mĂŒssen wir kritisch miteinander besprechen, sonst schaden wir unserer Volkswirtschaft", so Kretschmer.

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