EU-Spitzen rufen zur StÀrkung des Euro auf
31.12.2023 - 14:21:44 | dpa.de"Es warten neue Herausforderungen auf uns, die die LĂ€nder nicht allein bewĂ€ltigen können", schrieben unter anderem EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen und die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, in einem Gastbeitrag, der am Samstag auf der Website der EZB und gleichzeitig in Zeitungen aller Euro-LĂ€nder veröffentlicht wurde. Zu den Autoren gehören auĂerdem EU-RatsprĂ€sident Charles Michel, EU-ParlamentsprĂ€sidentin Roberta Metsola und der PrĂ€sident der Euro-Gruppe, Pascal Donohoe.
Zum Jahreswechsel feiert der Euro sein 25-jĂ€hriges Bestehen. FĂŒr 11 der damals 15 Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union (EU) wurde der Euro am 1. Januar 1999 gesetzliches Zahlungsmittel - zunĂ€chst elektronisch, ab 2002 dann als Bargeld.
"Die Lösungen mĂŒssen sich auf alles stĂŒtzen, was durch die Zusammenarbeit in Europa möglich ist", schrieben die EU-Spitzen: auf den Aufbau einer Kapitalmarktunion, auf den Einsatz europĂ€ischer Instrumente und MaĂnahmen zur Steigerung der WettbewerbsfĂ€higkeit und zur Erhöhung der Sicherheit. "Und darauf, dass wir unsere gemeinsame WĂ€hrung fit fĂŒr das digitale Zeitalter machen." DafĂŒr mĂŒssten die Grundlagen fĂŒr einen digitalen Euro geschaffen werden, der das Bargeld ergĂ€nzen könne.
Seit Jahren laufen Vorbereitungen fĂŒr eine digitale Variante der GemeinschaftswĂ€hrung. Nach Arbeiten an Technologie und Datenschutz hat die EZB am 1. November 2023 eine auf zwei Jahre angelegte Vorbereitungsphase gestartet, in der das Regelwerk fĂŒr den digitalen Euro fertiggestellt werden soll.
Die EU-Spitzen betonten weiter, CO2-Emissionen wĂŒrden keine LĂ€ndergrenzen kennen und die europĂ€ische WettbewerbsfĂ€higkeit stehe aufgrund von energie- und industriepolitischen MaĂnahmen in anderen Teilen der Welt vor noch nie dagewesenen Herausforderungen. Auch durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine seien Themen wie Verteidigung oder der grĂŒne und digitale Wandel zu dringlichen Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse geworden.
"Das Argument fĂŒr Europa war stets, dass wir zusammen Probleme lösen können, die die LĂ€nder allein nicht bewĂ€ltigen könnten", hieĂ es.
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