Apotheken ab Juli: Festzuschlag steigt auf 9,00 Euro pro Packung
30.06.2026 - 01:21:21 | boerse-global.de
Ab dem 1. Juli 2026 bekommen Apotheken mehr Geld pro verschreibungspflichtigem Medikament. Der Festzuschlag steigt von 8,35 auf 9,00 Euro pro Packung. Das sieht die aktualisierte Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) vor.
Parallel dazu lockert die Bundesregierung die Öffnungszeiten. Apotheken müssen künftig nur noch sechs Stunden pro Werktag öffnen – statt durchgehend von 8:00 bis 18:30 Uhr. Samstags reichen drei Stunden. Das spart Personal und Kosten.
Weniger Bürokratie, mehr Flexibilität
Die Reform bringt auch regulatorische Erleichterungen. Ab Ende Juni entfällt die Pflicht zur Vorhaltung eines speziellen Arbeitsplatzes für die Arzneimittelherstellung – zumindest für Apotheken, die keine Eigenherstellung betreiben. Der Gesundheitsausschuss des Bundesrats empfahl die Änderung der Apothekenbetriebsordnung am 28. Juni.
Die Neuregelungen sind Teil eines größeren Pakets. Seit dem 29. Juni berät der Koalitionsausschuss über weitere Maßnahmen: flexiblere Höchstarbeitszeiten und die Stabilisierung der Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge. Für die Pflegeversicherung droht 2026 ein erhebliches Defizit. Diskutiert wird eine Erhöhung des Beitragszuschlags für Kinderlose auf 4,3 Prozent.
Ab Juli steigt der Festzuschlag auf 9,00 Euro pro Packung – gleichzeitig lockert die Bundesregierung die Öffnungszeiten. Wer jetzt die neuen Spielräume nutzt, kann Kosten senken und Margen verbessern. Dieser Leitfaden zeigt Schritt für Schritt, wie Sie von der Reform profitieren. Jetzt kostenlosen Praxis-Leitfaden anfordern
Neue Medikamente am Markt
Unabhängig von den Reformen tut sich auch im Sortiment etwas. Seit April 2026 ist ein Kopfhaut-Präparat mit Prednisolon und Salicylsäure rezeptfrei erhältlich – für Erwachsene bei milden Entzündungen, maximal drei Wochen.
Die Pflicht zur Vorhaltung eines speziellen Herstellungsarbeitsplatzes entfällt – für Apotheken ohne Eigenherstellung. Das spart Platz und Bürokratie. Wer die neuen Freiheiten geschickt kombiniert, reduziert Betriebskosten spürbar. Der Leitfaden liefert einen fertigen Musterantrag und eine Checkliste für die Umsetzung. Musterantrag und Checkliste jetzt sichern
Für Mitte Juli erwartet die Branche Zuranolon in Deutschland. Das neuroaktive Steroid gilt als erste spezifische Therapie gegen postpartale Depressionen. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) stufte es als eine der bedeutendsten pharmazeutischen Innovationen des vergangenen Jahres ein.
Die EMA sprach im Juni zudem Empfehlungen für ein neues Wocheninsulin für Typ-2-Diabetiker sowie Therapeutika gegen Parkinson und das Rett-Syndrom aus.
