Gesundheitspolitik, Pharmaindustrie

Apothekenteams protestieren am kommenden Montag bundesweit

Veröffentlicht am: 18.03.2026 um 16:12 Uhr | presseportal.de

Berlin - Die Apothekenteams in ganz Deutschland werden am kommenden Montag (23. MĂ€rz) fĂŒr eine StĂ€rkung der Apotheken vor Ort protestieren. Zum Protesttag gehören neben den bundesweiten Apothekenschließungen auch vier zentrale Kundgebungen und Demonstrationen in Berlin, MĂŒnchen, DĂŒsseldorf und Hannover. Die Apothekenteams mit ihren mehr als 160.000 BeschĂ€ftigen setzen sich fĂŒr ein Ende der chronischen Unterfinanzierung der Apotheken ein und kĂ€mpfen fĂŒr eine sofortige Erhöhung des Apothekenhonorars. Die ABDA - Bundesvereinigung Deutscher ApothekerverbĂ€nde mit ihren jeweils 17 Mitgliedskammern und -verbĂ€nden hatte den 23. MĂ€rz als bundesweiten Protesttag ausgerufen. ABDA-PrĂ€sident Thomas Preis dazu: "Die Situation unserer Apotheken und somit die Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen in Deutschland ist schon seit Jahren angespannt. Denn die letzte Honorarerhöhung fĂŒr die Apotheken hat es vor 13 Jahren gegeben - obwohl die Betriebskosten im selben Zeitraum um mehr als 65 Prozent angestiegen sind! Mit unserem Protesttag wollen wir die Gesellschaft auf diese untragbare Situation aufmerksam machen. Die allermeisten Apotheken werden daher am kommenden Montag geschlossen bleiben. Zur Akutversorgung mit dringenden Medikamenten am Protesttag stehen rund um die Uhr ĂŒber 1.000 Notdienstapotheken bundesweit bereit. Wir raten Patientinnen und Patienten, nicht akut notwendige Rezepte noch vor dem Protesttag einzulösen oder dann wieder ab Dienstag, dem 24. MĂ€rz."

Apothekenteams protestieren am kommenden Montag bundesweit - Bild: presseportal.de
Apothekenteams protestieren am kommenden Montag bundesweit - Bild: presseportal.de

Zu den GrĂŒnden des Apothekenprotests ergĂ€nzt Preis: "Wegen der chronischen Unterfinanzierung mĂŒssen jedes Jahr hunderte Apotheken schließen. Seit 2013 haben wir rund 20 Prozent aller Apotheken verloren - fĂŒr die Menschen in den StĂ€dten und auf dem Land verlĂ€ngern sich somit die Wege zur nĂ€chsten Apotheke." Preis erinnert an den Koalitionsvertrag von Union und SPD: "Wir fordern die Bundesregierung auf, das Apothekenhonorar endlich zu erhöhen - so, wie es im Koalitionsvertrag sehr konkret vorgesehen ist. Wir begrĂŒĂŸen es ausdrĂŒcklich, dass auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das so sieht - schließlich hat die Ministerin mehrfach öffentlich angekĂŒndigt, dass sie die Apotheken wirtschaftlich stabilisieren wolle und die Erhöhung der Honorierung per Verordnung festlegen wird. Das ist wichtig, weil der demografische Wandel und die Krisenresilienz der Arzneimittelversorgung sehr gewichtige Argumente sind, warum wir starke, heilberuflich gefĂŒhrte Apotheken fĂŒr die Zukunft brauchen, die sogar noch mehr Aufgaben im Gesundheitswesen ĂŒbernehmen. Aber Apotheken gibt es nicht zum Nulltarif! Wir sind ĂŒberzeugt davon, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger an unserer Seite zu wissen. Das zeigt auch die starke Resonanz auf unsere derzeit laufende Online-Petition. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger wollen und brauchen starke Apotheken."

Mehr Infos unter www.abda.de und www.gesundheitsichern.de

Alle Notdienstapotheken unter www.aponet.de/notdienstsuche

Pressekontakt:

Benjamin Rohrer, Pressesprecher, 030 40004-131, b.rohrer@abda.de

Christian Splett, Stv. Pressesprecher, 030 40004-137, c.splett@abda.de

Original-Content von: ABDA Bundesvgg. Dt. ApothekerverbĂ€nde ĂŒbermittelt durch news aktuell

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