Arbeitgeber, Pläne

Arbeitgeber kritisieren Pläne für EU-Lieferkettenrichtlinie

02.07.2023 - 16:00:12 | dts-nachrichtenagentur.de

Arbeitgebervertreter aus Deutschland sehen die Pläne für ein EU-Lieferkettengesetz kritisch.

Container - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Container - Bild: über dts Nachrichtenagentur

Die Vorschläge der EU-Gesetzgeber hätten "nur ein Mehr an Regulierung zur Folge - und keinen zusätzlichen Schutz für Menschenrechte", heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Konsequenzen seien für kleine wie große Unternehmen und Betriebe hart: "Für sie alle führt die Richtlinie zu unkalkulierbaren rechtlichen Risiken und einer bürokratischen Überforderung."

So wie die Richtlinie jetzt geplant sei, werde sie zu einer noch größeren Bürokratisierung führen. An vielen Stellen bedeute sie den Rückzug von deutschen Unternehmen aus globalen Wertschöpfungsketten wie auch die Aufkündigung von Geschäftsbeziehungen, so BDA-Präsident Rainer Dulger und ZDH-Präsident Jörg Dittrich. "Die Richtlinie bringt eine Fragmentierung des EU-Binnenmarkts mit sich, da im Resultat 27 nationale Umsetzungsgesetze entstehen werden, die in allen EU-Mitgliedstaaten möglicherweise abweichende Maßgaben für Unternehmen und Betriebe beinhalten." Im Kern geht es bei der Kritik um die sogenannte Wertschöpfungsketten-Richtlinie der EU, zu der derzeit Trilog-Verhandlungen stattfinden. Unternehmen sollen durch die Pläne dazu verpflichtet werden, entlang ihrer Lieferkette die Einhaltung von bestimmten Standards sicherzustellen. Deutschland hat bereits ein eigenes Lieferkettengesetz, ein EU-Gesetz dürfte aber dem Vernehmen nach noch schärfer sein.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63826893 |

Weitere Meldungen

Bericht: Kanadisches Konsortium will Uniper-Anteile kaufen Im Verkaufsprozess um den Düsseldorfer Energiekonzern Uniper hat sich offenbar ein Konsortium zweier finanzstarker Unternehmen aus Kanada gebildet. (Wirtschaft, 13.06.2026 - 09:28) weiterlesen...

Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats bei KNDS Koalitionsabgeordnete fordern mehr Macht des Staats beim Panzerbauer KNDS, an dem sich der Bund mit 40 Prozent beteiligen will. (Politik, 13.06.2026 - 08:05) weiterlesen...

BDA-Präsident fordert Reformbeschlüsse bis Mitte Juli Der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Rainer Dulger, dringt auf weitreichende Reformbeschlüsse innerhalb der nächsten vier Wochen. (Politik, 13.06.2026 - 06:10) weiterlesen...

Rheinmetall fürchtet Scheitern von Panzerprojekt mit Frankreich Der Vorstandschef von Deutschlands größtem Rüstungskonzern Rheinmetall, Armin Papperger, schließt nicht aus, dass Frankreich nach dem Aus für das deutsch-französische Kampfflugzeug FCAS auch beim Zukunftspanzer-Projekt MGCS aussteigt."Eine Gefahr ist immer da, aber es ist noch nichts entschieden", sagte Papperger der "Welt am Sonntag". (Sonstige, 13.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Warken weist Kritik der Pharmabranche bei GKV-Reform zurück Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat Forderungen der Pharmabranche nach Änderungen am Beitragsstabilisierungsgesetz zurückgewiesen. (Politik, 12.06.2026 - 17:03) weiterlesen...

GKV-Sparpaket: Schnieder kritisiert Einschnitte für Pharmaindustrie Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) pocht auf Änderungen am geplanten Krankenkassen-Sparpaket.Er habe die Sorge, dass Einschnitte bei der Pharmaindustrie zu weniger Forschung in Deutschland führen könnten, sagte der CDU-Politiker dem "Interview der Woche" der ARD. (Sonstige, 12.06.2026 - 16:18) weiterlesen...