Arbeitsschutz Schweißtechnik: BGHM-Fachveranstaltung am 22. September
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 03:30 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Am 22. September 2026 findet in Schierke eine Fachveranstaltung statt, die sich den drängendsten Herausforderungen und technologischen Entwicklungen widmet. Im Fokus: Schweißrauche und das handgeführte Laserstrahlschweißen.
Gefahrstoffe und neue Technologien im Visier
Schweißrauche sind ein zentrales Gesundheitsrisiko in metallverarbeitenden Betrieben. Die BGHM will genau hier ansetzen. Experten informieren über aktuelle Schutzmaßnahmen und regulatorische Anforderungen, um die Belastung für Beschäftigte zu minimieren.
Doch nicht nur Altbekanntes steht auf der Agenda. Das handgeführte Laserstrahlschweißen gewinnt in der Werkstattpraxis an Bedeutung – und stellt den Arbeitsschutz vor neue Aufgaben. Die hochenergetische Strahlung erfordert spezifische Sicherheitsvorkehrungen und gründliche Schulungen. Interessierte können sich bis zum 8. September 2026 für die kostenfreie Teilnahme anmelden.
Prävention boomed: „RV Fit“ mit Rekordzahlen
Die Relevanz solcher Veranstaltungen untermauern aktuelle Zahlen der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Anträge für das Präventionsprogramm „RV Fit“ sind explodiert: von rund 12.000 im Jahr 2020 auf etwa 65.000 im Jahr 2024. Das Bewusstsein für den Erhalt der Erwerbsfähigkeit wächst rasant.
Parallel dazu rücken technische Assistenzsysteme in den Fokus. KI-basierte Lösungen sollen künftig insbesondere Sehbehinderte am Arbeitsplatz unterstützen. Die Kostenübernahme ist allerdings noch nicht abschließend geklärt. Klar ist dagegen: Beim persönlichen Arbeitsschutz gelten strikte Normen wie der UV400-Standard für Augenschutz und die CE-Kennzeichnung nach EU-Verordnung 2016/425.
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270 Milliarden Euro: Die Kosten der Risikofaktoren
Die wirtschaftliche Dimension von Prävention wurde kürzlich auf einer regionalen Konferenz in Oberbayern deutlich. Ein Fachvertreter bezifferte die jährlichen Kosten durch verschiedene Risikofaktoren auf rund 270 Milliarden Euro. Besonders Übergewicht und ein im EU-Vergleich überdurchschnittlicher Alkoholkonsum belasten das Gesundheitssystem und die Produktivität der Betriebe.
Düsseldorf und Handwerk setzen auf Gesundheit
Auf kommunaler Ebene gibt es positive Beispiele. Die Landeshauptstadt Düsseldorf erhielt am 9. Juli 2026 den AOK-BGF-Gesundheitspreis in der Kategorie „Innovation & Engagement“. Die Stadt hat unter anderem 300 Beschäftigte zu Ersthelfenden für psychische Gesundheit ausgebildet.
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Auch das Handwerk reagiert auf den Fachkräftemangel. Die Dachdecker-Innung Waldeck-Frankenberg beschloss am 12. Juli 2026 eine Verdoppelung des Ausbildungskostenzuschusses auf 1.000 Euro. Ziel: die Attraktivität der Branche für Nachwuchskräfte steigern.
Qualifizierung für die Zukunft
Die Handwerkskammer Koblenz treibt derweil die Qualifizierung in neuen Technologien voran. In einem vor rund sechs Monaten eröffneten Schulungszentrum informierten sich Regierungsvertreter am 11. Juli 2026 über moderne Energiesysteme und den Einsatz künstlicher Intelligenz in den Gewerken Sanitär, Heizung, Klima und Elektrotechnik.
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