Arbeitsschutz, STOPV-Prinzip

Arbeitsschutz: STOPV-Prinzip spart Milliarden bei Gefährdungsbeurteilung

29.06.2026 - 08:41:26 | boerse-global.de

Das STOPV-Prinzip soll Risiken systematisch minimieren und Milliardenkosten durch Arbeitsunfälle senken.

STOPV-Prinzip: Neue Maßstäbe für Gefährdungsbeurteilungen
Arbeitsschutz - Ein Sicherheitsingenieur in Arbeitskleidung betrachtet digitale Pläne auf einem Tablet in einer Industrieumgebung. 29.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Das STOPV-Prinzip soll dabei helfen, Risiken systematisch zu vermeiden – und spart Milliarden.

Die Hierarchie der Schutzmaßnahmen

Die TransGate GmbH hat im Juni 2026 auf die Bedeutung des STOPV-Prinzips hingewiesen. Die Abkürzung steht für eine klare Rangfolge: Substitution, technische, organisatorische, persönliche und verhaltensbezogene Maßnahmen. Ziel ist es, Gefahren direkt an der Quelle zu beseitigen – bevor Mitarbeiter auf Schutzausrüstung angewiesen sind.

Nico Baars, Geschäftsführer der TransGate GmbH, betont: Wirksamer Arbeitsschutz beginnt bei der systematischen Vermeidung von Gefährdungen. Das Unternehmen setzt dabei auf die Software Prevenio, um Dokumentation und Steuerung digital zu optimieren.

Wirtschaftliche Dimension des Arbeitsschutzes

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Um die hohen Kosten durch Arbeitsunfälle und Produktionsausfälle zu vermeiden, ist eine rechtssichere Dokumentation der Schutzmaßnahmen unerlässlich. Dieser kostenlose Report liefert bewährte Hilfsmittel, die in der Praxis und vor Behörden standhalten. Warum erfahrene Sifas bei der Gefährdungsbeurteilung auf diese Vorlagen schwören

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat im Mai 2026 den ersten Teil ihres Handbuchs zur Gefährdungsbeurteilung veröffentlicht. Das Werk legt besonderen Fokus auf psychische Belastungen am Arbeitsplatz.

Der Hintergrund ist alarmierend: Laut BAuA-Daten aus dem Jahr 2018 gab es in Deutschland 949.309 Arbeitsunfälle, 541 davon tödlich. Die Folge: 708,3 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage und Produktionsausfälle von schätzungsweise 85 Milliarden Euro.

Obwohl die Gefährdungsbeurteilung seit 1996 gesetzlich vorgeschrieben ist, zeigen diese Zahlen: Optimierte Präventionskonzepte sind dringend nötig.

Neue Standards für Sicherheitskoordinatoren

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Die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben und der Schutz vor Haftungsrisiken bei der GBU stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen. Mit kostenlosen Vorlagen und Checklisten sparen Sifas und Arbeitgeber wertvolle Zeit und erstellen GBUs, die Aufsichtsbehörden sofort anerkennen. Gefährdungsbeurteilung: Jetzt rechtliche Risiken vermeiden

Am 29. Juni 2026 erschien ein zweibändiges Werk von Donato Muro, speziell für Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinatoren (SiGeKo). Der erste Band behandelt rechtliche Grundlagen, Planung und Haftung. Der zweite bietet einen technischen Gefährdungs- und Maßnahmenatlas mit digitalen Arbeitshilfen.

Auch die industrielle Kommunikation wird sicherer: Anfang Mai 2026 veröffentlichten PROFIBUS & PROFINET International und die OPC Foundation ein Whitepaper zur sicheren Implementierung industrieller Protokolle. Der risikobasierte Ansatz zeigt: Moderne Gefährdungsbeurteilungen müssen Cybersicherheit und Prozesstechnologie integrieren.

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