DAVOS: Argentiniens PrĂ€sident hĂ€lt PlĂ€doyer fĂŒr Kapitalismus
17.01.2024 - 16:58:58"Der Kapitalismus ist das einzige System, das die Armut in der Welt beenden kann", sagte der Staatschef am Mittwoch in dem Schweizer Skiort. "Der Sozialmus fĂŒhrt immer zu einem wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Niedergang."
Der Wirtschaftswissenschaftler Milei trat Mitte Dezember sein Amt an und leitete sofort eine Reihe von Reformen ein. Unter anderem will er das Arbeits- und Mietrecht liberalisieren, Staatsbetriebe privatisieren und die Zentralbank abschaffen. Da er ĂŒber keine eigene Mehrheit im Parlament verfĂŒgt, stecken die Reformen derzeit allerdings im Kongress fest.
In seiner Rede in Davos warf Milei den Regierungen auch vieler westlicher IndustrielĂ€nder vor, zu stark in den Markt einzugreifen und die Freiheit der BĂŒrger zu beschneiden. Regulierungen und Sozialsysteme wĂŒrden letztlich zu mehr Ungerechtigkeit fĂŒhren. "Der Staat ist nicht die Lösung, der Staat ist das Problem", sagte er und schloss mit seinem Slogan aus dem Wahlkampf: "Es lebe die Freiheit, verdammt noch mal."
Argentinien steckt in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Inflationsrate liegt bei ĂŒber 200 Prozent, rund 40 Prozent der Menschen in dem einst reichen Land leben unterhalb der Armutsgrenze. Die zweitgröĂte Volkswirtschaft SĂŒdamerikas leidet unter einem aufgeblĂ€hten Staatsapparat, geringer ProduktivitĂ€t der Industrie und einer groĂen Schattenwirtschaft, die dem Staat viele Steuereinnahmen entzieht. Die LandeswĂ€hrung Peso verliert gegenĂŒber dem US-Dollar immer weiter an Wert, der Schuldenberg wĂ€chst stĂ€ndig.

