Atombehörde, Reaktoren

Atombehörde: Reaktoren in Ukraine wegen Angriff gedrosselt

Veröffentlicht am: 13.12.2024 um 14:20 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Wegen des schweren russischen Luftangriffs auf das Energiesystem der Ukraine haben deren Atomkraftwerke erneut ihre Leistung drosseln mĂŒssen.

Betroffen seien diesmal fĂŒnf von neun laufenden Reaktoren, teilte die Internationale Atomenergieorganisation IAEA in Wien im sozialen Netzwerk X mit.

Nach Kiewer ZĂ€hlung beschoss Russland am Morgen mit mehr als 90 Raketen und fast 200 Kampfdrohnen Energieanlagen und andere Ziele. Dabei wurden die drei Kernkraftwerke Riwne, Chmelnyzkyj und SĂŒdukraine unter Kontrolle der Ukraine nicht direkt angegriffen. Aber starke Spannungsschwankungen im Netz, Treffer auf Leitungen oder Umspannwerke bewirken, dass die Reaktoren gedrosselt werden mĂŒssen. Die IAEA warnt seit lĂ€ngerem davor, dass die Angriffe indirekt das Risiko von ZwischenfĂ€llen erhöhen.

Das vierte ukrainische AKW Saporischschja ist seit 2022 von russischen Truppen besetzt und liegt still.

Infolge der SchÀden am Netz mussten die ohnehin geplanten Stromabschaltungen in vielen Teilen der Ukraine ausgedehnt werden. Der private Energiekonzern DTEK teilte in Kiew mit, dass seine WÀrmekraftwerke erneut beschossen worden seien. Es gebe SchÀden, wobei keine weiteren Details genannt wurden. Die Attacke vom Freitagmorgen sei der zwölfte schwere russische Luftangriff auf ukrainische Energieanlagen in diesem Jahr und der neunte auf Anlagen von DTEK gewesen.

Das DTEK-Kraftwerk Burschtyn in der Westukraine teilte mit, die Versorgung der Umgebung mit Heizung und Warmwasser sei vorĂŒbergehend gestört. Auch der Energiekonzern Ukrenergo berichtete von SchĂ€den an seinen Anlagen.

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