EU, Nahrungsmittel

Bayer warnt vor EU-Blockadehaltung in der Landwirtschaft

12.11.2025 - 16:23:55 | dts-nachrichtenagentur.de

Auf der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém hat Bayer-Vorstandschef Bill Anderson der EuropÀischen Union eine innovationsfeindliche Haltung in der Agrarpolitik vorgeworfen.

MĂ€hdrescher (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Ein generelles Nein zu moderner Engineering-Technologie ergibt keinen Sinn", sagte Anderson dem Nachrichtenmagazin Politico. Neue Verfahren zur Genbearbeitung hĂ€tten "enormes Potenzial, den Bedarf an DĂŒngern und Insektiziden zu verringern". Zugleich kritisierte der Bayer-Chef eine ĂŒbermĂ€ĂŸige Regulierungsneigung in der EU. "Ich glaube, in Europa hat sich die Vorstellung entwickelt, dass im Grunde alles, was sich bewegt, reguliert werden muss. Ich glaube nicht, dass Europa damit gut fĂ€hrt", sagte er.

Europa mĂŒsse wieder Mut zum Ausprobieren entwickeln, statt neue Technologien sofort zu reglementieren. "Der erste Instinkt in Europa war: Wir haben eine neue Technologie - wir mĂŒssen sie regulieren. Warum nicht erst einmal ausprobieren, bevor man technologiespezifische Gesetze schreibt?" Anderson sagte, die Blockadehaltung in BrĂŒssel gefĂ€hrde die WettbewerbsfĂ€higkeit der europĂ€ischen Landwirtschaft. "Europa hat hier gerade eine große Chance - aber die Tradition, in Bereichen wie der Landwirtschaft Fortschritt zu blockieren, ist wirklich bedauerlich." Er warnte davor, Wissenschaft politisch zu instrumentalisieren. "In Amerika wurde das Wort `Wissenschaft` wĂ€hrend der Pandemie zu einer Waffe gemacht. Wissenschaft und Fakten sollten keine politischen Themen sein." Zudem sprach sich Anderson fĂŒr robustere CO2-MĂ€rkte zum Schutz des Regenwaldes aus. "Wir halten die Schaffung robuster KohlenstoffmĂ€rkte fĂŒr eine gute Idee", sagte er. "Wenn Menschen sich zwischen Armut und der Rodung des Regenwaldes entscheiden mĂŒssen, wĂ€hlen sie oft die Rodung. Es braucht Anreize, die den Erhalt belohnen." Bayer erzielt einen erheblichen Teil seines globalen Umsatzes im AgrargeschĂ€ft.

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