Industrieanlage

Auftragseinbruch im verarbeitenden Gewerbe

Veröffentlicht am: 07.05.2020 um 13:34 Uhr | Redaktionelle Verantwortung: Rafael MĂŒller, Chefredakteur AD HOC NEWS

Das verarbeitende Gewerbe in Deutschland verzeichnete im MĂ€rz 2020 einen deutlichen RĂŒckgang der NeuauftrĂ€ge.

Industrieanlage (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Industrieanlage (Archiv), Illustration mit AI erstellt.
Die realen AuftragseingĂ€nge sanken im Vergleich zum Vormonat saisonbereinigt um 15,6 Prozent. Die vorlĂ€ufigen Daten fĂŒr den MĂ€rz veröffentlichte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch. Seit Beginn der Erhebungen im Januar 1991 stellte die Statistik-Behörde nie einen deutlicheren RĂŒckgang fest. Im Vergleich um Vorjahresmonat gingen die AuftrĂ€ge kalenderbereinigt um 16 Prozent zurĂŒck. Der Einbruch ist Folge der Corona-Pandemie.

Ohne die GroßauftrĂ€ge ergibt sich laut Statistischem Bundesamt ein RĂŒckgang der realen AuftrĂ€ge um saisonbereinigte 15,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dabei schrumpften die AuslandsauftrĂ€ge mit 16,1 Prozent stĂ€rker als die InlandsauftrĂ€ge. Sie schrumpften binnen eines Monats um 14,8 Prozent. Besonders stark waren AuftrĂ€ge aus der Eurozone betroffen, die sich um 17,9 Prozent verringerten. Bestellungen außerhalb der Eurozone gingen nur um 15 Prozent zurĂŒck. Besser lief es bei den Herstellern von GĂŒtern fĂŒr Vorleistungen. Bei ihnen sahen die Statistiker im Vergleich zum Februar nur einen AuftragsrĂŒckgang von 7,5 Prozent. Um fast ein Viertel schrumpften mit 22,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat die InvestitionsgĂŒter. Die Nachfrage nach KonsumgĂŒtern ging nur wenig zurĂŒck. Die Bestellungen sanken im MĂ€rz um 1,3 Prozent. Seit Monaten gehen die AuftrĂ€ge im KonsumgĂŒterbereich kontinuierlich zurĂŒck. Im Februar verzeichnete das Statistische Bundesamt -1,2 Prozent und im Januar -1,4 Prozent. Auch der reale Umsatz des verarbeitenden Gewerbes brach im MĂ€rz deutlich ein. Im Vergleich zum Vormonat lag der Wert saisonbereinigt um 11,5 Prozent tiefer. FĂŒr den Februar wurden die Zahlen im Vergleich zum Januar immerhin von +0,1 auf 0,5 Prozent nach oben revidiert.

 

Redaktion ad-hoc-news.de, berufstouri

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