AuslandszuschlÀge, Millionen

AuslandszuschlĂ€ge: FĂŒnf Millionen Euro Fehlzahlungen an 71 Dienststellen

21.06.2026 - 00:48:08 | boerse-global.de

Ein Softwarefehler eines Dienstleisters fĂŒhrte zu massiven Überzahlungen an Bedienstete. Der Bund plant nun Regressforderungen.

Bundesfehler: FĂŒnf Millionen Euro zu viel an Auslandsmitarbeiter gezahlt
AuslandszuschlĂ€ge - Eine Hand hĂ€lt einen Taschenrechner, der eine Fehlermeldung oder eine negative Zahl anzeigt, mit einem unscharfen Hintergrund eines RegierungsgebĂ€udes. 21.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Rund fĂŒnf Millionen Euro flossen fĂ€lschlicherweise an Bedienstete an 71 Auslandsdienstorten – von insgesamt 220 weltweit.

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Systematischer Fehler mit falschem Vorzeichen

Die Fehlzahlungen liefen ein Jahr lang, von Juli 2025 bis Juni 2026. Schuld war ein systematischer Fehler in der Software eines externen Dienstleisters. Bei der Berechnung der AuslandszuschlÀge verwendete das System falsche Vorzeichen.

Negative Faktoren, die eigentlich eine Minderung der ZuschlĂ€ge bewirken sollten, wurden fĂ€lschlich als positive Werte gewertet. Die Folge: Die betroffenen Mitarbeiter erhielten deutlich zu hohe BezĂŒge.

Keine RĂŒckforderungen bei Mitarbeitern

Eine RĂŒckzahlung der ĂŒberzahlten Summen von den Bediensteten ist nicht möglich. Die ZuschlĂ€ge gelten rechtlich als verbraucht und sind nicht rĂŒckforderbar.

Der Bund will den Schaden nun beim Verursacher holen. GeprĂŒft werden rechtliche Schritte gegen den externen Dienstleister. Ziel ist ein Regress, um die fĂŒnf Millionen Euro vom Verursacher zurĂŒckzuerhalten.

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Korrekturen auch bei Bundeswehr in Litauen

Die Fehler wurden fĂŒr die Zukunft korrigiert. Besonders relevant ist das fĂŒr die Bundeswehr-Standorte in Litauen. Dort wird die Anpassung der BezĂŒge zum 1. Juli wirksam.

Die Überzahlungen fallen dort mit einer Neuausrichtung der Litauen-Brigade zusammen. Die Bundeswehr plant, den Verband bis Ende 2027 auf 4.800 Soldaten und 200 zivile KrĂ€fte auszubauen. Bisher basierte die Besetzung auf Freiwilligkeit – doch die FĂŒhrung schwenkt um. Um die Einsatzbereitschaft termingerecht zu gewĂ€hrleisten, sind kĂŒnftig auch verpflichtende Personalmaßnahmen möglich. Derzeit sind rund 1.800 Soldaten stationiert.

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