Baerbock: Westbalkanstaaten kraftvoll auf Weg in EU unterstĂŒtzen
04.03.2024 - 06:13:21"Wir können uns in Europa nirgendwo Grauzonen erlauben und mĂŒssen gemeinsam alles dafĂŒr tun, Flanken zu schlieĂen, die Russland fĂŒr seine Politik der Destabilisierung, Desinformation und Unterwanderung nutzen kann", forderte die GrĂŒnen-Politikerin am Montag vor der Abreise nach Montenegro und Bosnien-Herzegowina. "Dazu gehört, die LĂ€nder des Westlichen Balkans dabei zu unterstĂŒtzen, ihre demokratischen Institutionen zu stĂ€rken, ihre WiderstandsfĂ€higkeit zu verbessern und den Menschen eine wirtschaftliche Perspektive zu bieten", ergĂ€nzte Baerbock.
Montenegro und Bosnien-Herzegowina gehören zu den sogenannten WestbalkanlĂ€ndern. Dazu werden auch Albanien, Serbien, Nordmazedonien und das Kosovo gezĂ€hlt. Die EU fordert von den LĂ€ndern fĂŒr eine zĂŒgige AnnĂ€herung entschlossene Reformen. In BrĂŒssel wird Montenegro als am weitesten im Beitrittsprozess gesehen. Mit einer EU-Erweiterung wird frĂŒhestens gegen Ende des Jahrzehnts gerechnet. Mit Montenegro fĂŒhrt die EU seit 2012 Beitrittsverhandlungen. Bosnien-Herzegowina hat den Status eines Beitrittskandidaten, ist aber bislang noch nicht in Verhandlungen.
"Dass wir den sechs Staaten der Region auf ihrem Weg in die EuropĂ€ische Union mit aller Kraft unter die Arme greifen, ist spĂ€testens angesichts Russlands brutalem Imperialismus zur geopolitischen Notwendigkeit geworden", erklĂ€rte Baerbock. Als EU habe man dabei "die gemeinsame Hausaufgabe, uns selbst zukunftsfest aufzustellen, wĂ€hrend wir mehr StĂŒhle an den europĂ€ischen Tisch stellen".
Baerbock wollte in Podgorica mit MinisterprĂ€sident Milojko Spajic, AuĂenminister Filip Ivanovic und PrĂ€sident Jakov Milatovic GesprĂ€che fĂŒhren. In Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina, war am Montagabend ein Treffen mit dem StaatsprĂ€sidium geplant. Zudem wollte die BundesauĂenministerin mit dem Hohen ReprĂ€sentanten der internationalen Gemeinschaft in Bosnien-Herzegowina sprechen, dem Deutschen Christian Schmidt.

