Versicherung: Biker-UnfÀlle teurer als bei Autofahrern
26.05.2025 - 14:14:14Mit der Motorradsaison sind wieder zahlreiche Biker auf Deutschlands StraĂen unterwegs. Eine nun veröffentlichte Statistik der R+V Versicherung zeigt, dass Motorradfahrer zwar seltener UnfĂ€lle verursachen als Autofahrer, dafĂŒr aber höhere SchĂ€den verursachen.Â
«FĂŒr Kfz-HaftpflichtschĂ€den haben wir im Jahr 2024 durchschnittlich etwa 5.000 Euro gezahlt. Bei MotorrĂ€dern waren es mit 7.000 Euro deutlich mehr», sagt Christian Hartrampf, Kfz-Versicherungsexperte bei der R+V in Wiesbaden. «Damit sind MotorradunfĂ€lle deutlich teurer als AutounfĂ€lle.»
Viel weniger UnfĂ€lleÂ
Zugleich wurden der Versicherung aber weniger UnfĂ€lle mit MotorrĂ€dern gemeldet. Von 1.000 Motorradbesitzern meldeten 6 einen Haftpflichtschaden. Zum Vergleich: Auf 1.000 Autos mit einer Haftpflicht des Versicherers kamen dagegen ganze 48 UnfĂ€lle. «Das hat auch damit zu tun, dass Motorradfahrer vor allem in der Sommersaison unterwegs sind und damit weniger Kilometer zurĂŒcklegen als Autofahrer», hieĂ es. Die Versicherung der genossenschaftlichen Finanzgruppe hat nach eigenen Angaben rund 2,4 Millionen Pkw und 200.000 MotorrĂ€der versichert.Â
Kaum Parkrempler
Nach Angaben der Versicherung ist die hĂ€ufigste Ursache bei MotorradunfĂ€llen, dass der Fahrer oder die Fahrerin die Kontrolle ĂŒber das Bike verlieren - zum Beispiel, weil sie Kurven falsch einschĂ€tzen oder zu schnell unterwegs sind. «Wenn dabei andere Verkehrsteilnehmer in Mitleidenschaft gezogen werden, wird es teuer. Gleichzeitig gibt es fĂŒr Pkw typische KleinschĂ€den wie Parkrempler, die den Schadendurchschnitt senken, bei MotorrĂ€dern so gut wie gar nicht», sagt Hartrampf. Zugleich sei die Verletzungsgefahr bei MotorradunfĂ€llen besonders groĂ: «Motorradfahrer haben keine Knautschzone», so der Experte.Â
Nach vorlÀufigen Daten des Statistischen Bundesamts registrierte die Polizei 2024 rund 2,5 Millionen VerkehrsunfÀlle, das sind etwa 1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei 2,14 Millionen UnfÀllen blieb es bei SachschÀden. Die Zahl der UnfÀlle, bei denen Menschen verletzt oder getötet wurden, sank um 1 Prozent auf gut 289.000. Hier wurden 2.759 Menschen getötet und gut 363.000 Menschen verletzt.


