Azubi-Gesundheit, Ausbilder

Azubi-Gesundheit: 75% der Ausbilder berichten von mehr Krankheitsfehltagen

29.05.2026 - 22:09:28 | boerse-global.de

Studie zeigt alarmierenden Anstieg psychisch bedingter Fehlzeiten bei Auszubildenden. Betriebe reagieren mit neuen Gesundheitskonzepten.

Adobe’s Free AI Access: A Strategic Gamble for Future Growth - Bild: ĂŒber boerse-global.de
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Hauptursachen sind mangelnde Belastbarkeit und psychische Probleme.

Das zeigt die Studie „Azubi-Recruiting Trends“ des Unternehmens u-form Testsysteme, die heute veröffentlicht wurde. Demnach leiden 34 Prozent der betroffenen NachwuchskrĂ€fte unter geringer Belastbarkeit, bei 29 Prozent stehen psychische Belastungen im Vordergrund.

Besonders brisant: Ein Viertel der befragten Azubis gab zu, sich bereits wegen psychischer Probleme krankgemeldet zu haben. Und 85 Prozent der Ausbilder sehen eine Zunahme psychischer Belastungen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie.

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Wenn das FrĂŒhstĂŒck fehlt, steigt das Risiko

Die Wissenschaft liefert parallel neue Erkenntnisse. Eine Studie im Journal of Affective Disorders vom gestrigen Donnerstag belegt: UnregelmĂ€ĂŸige Mahlzeiten erhöhen das Depressionsrisiko um 55 Prozent.

Die Forscher werteten Daten von ĂŒber 21.000 Erwachsenen aus dem Zeitraum 2014 bis 2022 aus. Besonders das Auslassen des FrĂŒhstĂŒcks verstĂ€rkt die negativen Effekte. Eine vielfĂ€ltige ErnĂ€hrung kann sie dagegen abmildern. Der Zusammenhang ist bei MĂ€nnern, Rauchenden und SpĂ€tessern am stĂ€rksten ausgeprĂ€gt.

Betriebe reagieren mit kreativen Konzepten

Erste Unternehmen stellen sich der Herausforderung. Beim Deutschen Ausbildungsforum in Bad Oeynhausen wurde gestern Hitachi Rail GTS mit dem Gesundheitspreis Ausbildung ausgezeichnet. Das Konzept „FeelGood@Work“ fördert gezielt die Gesundheit der NachwuchskrĂ€fte.

Auch ISGUS erhielt die Auszeichnung als sozial verantwortlicher Arbeitgeber 2026 – unter anderem fĂŒr Yoga-Kurse und Kochworkshops. Der Dienstleister Strong Partners bewarb heute spezielle Gesundheitstage fĂŒr Azubis, die mentale Gesundheit und ErnĂ€hrung kombinieren.

Hilfe fĂŒr Jugendliche wird ausgebaut

Niederschwellige Angebote gewinnen an Bedeutung. Das Projekt „Safe-Space“-Apotheken bietet in Berlin, Brandenburg und weiteren BundeslĂ€ndern anonyme Erstberatungen fĂŒr Jugendliche an. Der Hintergrund ist besorgniserregend: Laut Bosch-Stiftung zeigen rund 25 Prozent der 8- bis 17-JĂ€hrigen psychische AuffĂ€lligkeiten.

In Berlin verzeichnen Ärzte bei 15- bis 17-jĂ€hrigen MĂ€dchen einen deutlichen Anstieg von Angststörungen und Depressionen im Vergleich zu 2019.

„Die Jugend ist besser als ihr Ruf“

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Auf der 29. FachkrĂ€ftekonferenz SĂŒdniedersachsen in Göttingen diskutierten gestern ĂŒber 70 Experten ĂŒber die erfolgreiche Gestaltung der Ausbildung. Schulleiter Renatus Döring betonte: Die Jugend brauche verlĂ€ssliche Begleitung und gute Rahmenbedingungen.

Neben der GesundheitsprĂ€vention identifizierten die Experten strukturelle Faktoren wie gute Nahverkehrsanbindung und bezahlbaren Wohnraum als essenziell fĂŒr den Ausbildungserfolg.

Die UniversitĂ€t Bielefeld plant fĂŒr Anfang Juni eine Aktionswoche unter dem Motto „Eat Good & Feel Good“. Ziel ist es, gesunde ErnĂ€hrungsoptionen in den Vordergrund zu stellen.

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