Nun doch Bafög-Erhöhung
05.06.2024 - 14:09:20Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch eine sogenannte Formulierungshilfe fĂŒr die Fraktionen im Bundestag mit Ănderungen an der von der Ampel-Koalition geplanten aktuellen Bafög-Reform. Nach Information der Deutschen Presse-Agentur ist entgegen ursprĂŒnglicher PlĂ€ne nun auch eine Erhöhung der Bafög-SĂ€tze geplant.
Der bildungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Oliver Kaczmarek, sagte der dpa am Mittwoch: "Die von der SPD-Fraktion forcierte Einigung in der Koalition ist ein wichtiges Signal an alle, die sich auf das Bafög verlassen können mĂŒssen: sie bleiben mit gestiegenen Kosten nicht allein. Die Nullrunde ist abgewendet."
Das Bafög war zuletzt zum Wintersemester 2022/23 um 5,75 Prozent erhöht worden. Der Grundbedarfssatz fĂŒr Studentinnen und Studenten liegt seitdem bei 452 Euro plus einer Wohnkostenpauschale fĂŒr diejenigen, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, in Höhe von 360 Euro.
Die Ampel hatte die aktuelle Bafög-Reform Anfang MĂ€rz im Bundeskabinett auf den Weg gebracht. Im Kern sieht sie eine sogenannte Studienstarthilfe von 1000 Euro fĂŒr StudienanfĂ€nger aus Ă€rmeren Familien vor, etwa zur Anschaffung eines Laptops, fĂŒr LehrbĂŒcher oder zur Finanzierung des Umzugs zum Studienort. Zudem sollen die FreibetrĂ€ge beim eigenen Einkommen und dem Eltern-Einkommen, die bei der Bafög-Anrechnung gelten, erhöht werden, um den Kreis der Bafög-EmpfĂ€nger zu vergröĂern.
SozialverbĂ€nde, Gewerkschaften und Deutsches Studierendenwerk hatten mit Blick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten immer wieder gefordert, zusĂ€tzlich auch die Bafög-SĂ€tze anzuheben. SchlieĂlich sei auch das BĂŒrgergeld erhöht worden, hieĂ es unter anderem zur BegrĂŒndung.

