Deutschland, Bahn

Verkehrspolitiker: Regierung muss Bahn stĂ€rker unterstĂŒtzen

28.03.2026 - 14:42:02 | dpa.de

Bahnchefin Palla zeigt sich optimistisch, aber deutliche Verbesserungen bei Netz und PĂŒnktlichkeit dĂŒrften noch lange dauern. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses nimmt den Bund in die Pflicht.

Soll besser von der Bundesregierung unterstĂŒtzt werden: Bahnchefin Palla. (Archivbild) - Foto: Malin Wunderlich/dpa
Soll besser von der Bundesregierung unterstĂŒtzt werden: Bahnchefin Palla. (Archivbild) - Foto: Malin Wunderlich/dpa

Angesichts des Milliardenverlusts bei der Deutschen Bahn und jahrelangen Sanierungsarbeiten auf der Schiene fordert der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Tarek Al-Wazir, die Bundesregierung zu mehr UnterstĂŒtzung auf. «Bahnchefin (Evelyn) Palla hat den richtigen Kurs eingeschlagen, braucht dafĂŒr aber deutlich mehr RĂŒckhalt aus der Bundesregierung», sagte der GrĂŒnen-Bundestagsabgeordnete dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

Ohne den Neu- und Ausbau von Gleisen und die klare UnterstĂŒtzung von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) werde sich an den strukturellen Problemen des bundeseigenen Konzerns nichts Ă€ndern, sagte Al-Wazir. «Es ist nicht zu erklĂ€ren, dass das Sondervermögen nicht komplett zusĂ€tzlich fĂŒr Investitionen genutzt wird. Das muss sich Ă€ndern.» 

Schnieder: Geht in «demokratiegefÀhrdende Richtung»

Bahnchefin Palla hatte Freitag die Bilanz des Vorjahrs vorgestellt. Demnach machte der Konzern unterm Strich einen Verlust von rund 2,3 Milliarden Euro, etwa 0,5 Milliarden Euro mehr als 2024. Palla bereitete die FahrgĂ€ste zudem darauf vor, dass die Sanierung des maroden Streckennetzes noch viele Jahre dauern werde. Im vergangenen Jahr waren lediglich rund 60 Prozent der FernzĂŒge ohne grĂ¶ĂŸere Verzögerungen unterwegs. 

Verkehrsminister Schnieder sieht im Zustand der Deutschen Bahn bereits eine mögliche Gefahr fĂŒr die Demokratie. «Das geht schon in eine demokratiegefĂ€hrdende Richtung», sagte er der Funke Mediengruppe. «Wir dĂŒrfen nicht einreißen lassen, dass die Menschen glauben, der Staat bekommt Probleme wie marode BrĂŒcken oder notorisch verspĂ€tete ZĂŒge nicht in den Griff. Wir mĂŒssen zeigen, dass wir handlungsfĂ€hig sind.»

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