Bauindustrie fürchtet Lieferengpässe wegen Niedrigwasser
Veröffentlicht am: 12.08.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur.deDazu gehörten Rohstoffe und Materialien, die auf Baustellen benötigt werden. Bitumen beispielsweise kommt in der Asphaltproduktion zum Einsatz und wird in großen Mengen auf Binnenschiffen transportiert. Sinken die Pegel, können die Firmen zwar theoretisch auf Straße und Schiene ausweichen. Gerade bei großen Mengen lasse sich ein Binnenschiff aber nicht ohne Weiteres durch Lkw oder Züge ersetzen, so Müller.
Hinzu komme, dass die Schiffe derzeit nicht mehr voll beladen werden könnten, weil der Tiefgang dann zu groß wäre. Das erhöhe die Kosten je transportierter Tonne. Für die Bauwirtschaft bedeute das zunächst vor allem: Die Versorgung mit Baustoffen kann teurer und schwieriger planbar werden, warnte der Verbandschef. Flächendeckende Baustopps sieht er zwar nicht. Je länger und ausgeprägter die Niedrigwasserphase allerdings anhält, desto größer werde das Risiko von Engpässen, höheren Logistikkosten und Verzögerungen.
Für erste Baustoffe seien von den Lieferanten bereits Lieferengpässe angekündigt worden für den Fall, dass die Situation andauere. Davon sei derzeit auszugehen.
