Bayerns Wissenschaftsminister: Skepsis zu: Wirtschaftsreform-GesprÀchen
03.07.2024 - 10:34:26"Wenn es einen wirklichen Ansatz gĂ€be, Deutschland zu entfesseln und voranzubringen, dann kann man ĂŒber alles reden", sagte der CSU-Politiker zwar in Berlin. "Aber bisher war das in den letzten drei Jahren so, dass dann in der Regel irgendein Mi-mi-mi-Programm rausgekommen ist und man sich dann ĂŒber die FuĂnoten gestritten hat" ergĂ€nzte er.
Im Bundesrat lĂ€gen stapelweise VorschlĂ€ge in diesem Zusammenhang, sagte Blume. Wenn man darĂŒber reden wolle, wie man Deutschland entfesseln könne - "ĂŒber diese Dinge können wir selbstverstĂ€ndlich alle reden". Man erlebe Krisenjahre mit einer blockierten Republik: "Kein Wachstum, kein Fortschritt, keine Vision, die Konjunktur lahmt, die Industrie wandert ab." Dabei hĂ€nge die Ampel-Regierung aus SPD, GrĂŒnen und FDP in den Seilen. Es drohe ein Schaden fĂŒr die Demokratie. Blume gilt als enger Vertrauter von MinisterprĂ€sident Markus Söder (CSU).
Blume kritisierte die PlÀne der Bundesregierung, Bundes- und Forschungseinrichtungen vermehrt in strukturschwachen Gebieten zu konzentrieren. "Das kann nicht funktionieren. Wissenschaftliche Exzellenz richtet sich nicht nach Postleitzahl aus, sondern funktioniert nur in einem wissenschaftsgeleiteten Verfahren", warnte Blume.
Zuvor hatte der hessische MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) als amtierender Vorsitzender der MinisterprĂ€sidentenkonferenz der "Welt" gesagt: "Deutschland braucht dringend ein Konjunkturprogramm und einen echten Comeback-Plan fĂŒr die Wirtschaft." Baden-WĂŒrttembergs Finanzminister Danyal Bayaz (GrĂŒne) sagte in Richtung von Bundesfinanzminister Christian Linder (FDP), dieser solle "uns LĂ€nder einladen, um darĂŒber zu sprechen, wie wir groĂe Investitionen ĂŒber Legislaturperioden hinweg und unabhĂ€ngig von der Tagespolitik stemmen können".

