Beauftragte: Menschen in Oleschky brauchen weitere Hilfe
Veröffentlicht am: 02.11.2026 um 13:45 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEs gebe in Oleschky noch viele Menschen, die Hilfe bräuchten, sagte sie nach ihrer Rückkehr nach Moskau. Sie sollten monatlich Hilfslieferungen erhalten. Von den 25 Bussen mit insgesamt 750 Plätzen seien einige leer zurückgekehrt, weil Bewohner trotz der Lebensgefahr entschieden hätten, dort zu bleiben, um etwa Angehörige zu pflegen, sagte Lantratowa.
Konkrete Zahlen zu Geretteten nannte sie weiter nicht. "Wir haben nicht gezählt. Wir hatten keine Zeit, die Leute zu zählen", sagte sie bei einer Pressekonferenz. Es seien zwar auch Bewohner ausgereist, die zunächst nicht auf den Listen gestanden hätten. Allerdings hätten sie und ihr ukrainischer Kollege Dmytro Lubinez mit mehr Ausreisewilligen gerechnet. Die Geretteten würden von Ärzten und Psychologen betreut, erhielten Unterkunft, neue Dokumente, ein Bankkonto und weitere Hilfe, um ein neues Leben zu beginnen.
Bei einer Video-Live-Schalte ins Gebiet Krasnodar äußerten sich Geflüchtete dankbar. "Das Leben hat sich grundlegend geändert, zum Besseren", sagte ein Mann. Er und seine Familie müssten nun nicht mehr in den Himmel schauen, um sich vor Drohnenangriffen zu schützen.
Kreml würdigt Erfolg der humanitären Operation
Lantratowa dankte erneut der US-First-Lady Melania Trump für die Vermittlung der Waffenruhe, die von Dienstag bis Sonntagabend gegolten hatte. Sie erwähnte zudem Kremlchef Wladimir Putin, der die Operation genehmigt hatte. Auch Papst Leo XIV. hatte mit Putin telefoniert und ihn um die Waffenruhe und einen humanitären Hilfskorridor gebeten.
Kremlsprecher Dmitri Peskow würdigte den Erfolg der Mission. Zur Frage, ob Oleschky Vorbild für andere Aktionen dieser Art werden könne, sagte er, dass jeder Fall für sich betrachtet und einzeln entschieden werden müsse.
Die vom Westen wegen ihrer Unterstützung für Putins Angriffskrieg mit Sanktionen belegte Menschenrechtsbeauftragte sprach von langen und schwierigen Verhandlungen, die in Belarus geführt und mit einem Vertrag beendet worden seien. Belarus leiste viel im Verhandlungsprozess zwischen Kiew und Moskau - etwa auch, wenn es um den Austausch von Gefangenen und die Rückführung der Überreste von Gefallenen gehe, sagte Lantratowa.
Russland hat die südukrainische Region Cherson, in der Oleschky liegt, im ersten Jahr seines Angriffskrieges 2022 annektiert. Das Gebiet Cherson wird teils von Moskau, teils von Kiew kontrolliert.
