Luftfahrt, Arbeitsmarkt

Piloten und Flugbegleiter der Lufthansa beginnen ganztÀgigen Streik

12.02.2026 - 07:16:38

Bei der Lufthansa kommt es am Donnerstag zu massiven FlugausfÀllen.

Seit 00:01 Uhr legen Piloten der Lufthansa und der Lufthansa Cargo sowie das Kabinenpersonal der Lufthansa und der Lufthansa Cityline ihre Arbeit nieder, um im Tarifstreit mit dem Luftfahrtunternehmen Druck aufzubauen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bestreikt fĂŒr eine Verbesserung der betrieblichen Altersvorsorge Lufthansa-FlĂŒge an sĂ€mtlichen deutschen FlughĂ€fen. "Unser Ziel ist und bleibt ein zukunftsfester Tarifvertrag, der Sicherheit und VerlĂ€sslichkeit fĂŒr die aktuellen Piloten wie auch fĂŒr neu eingestellte CockpitbeschĂ€ftigte bietet", sagte Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission. Wie es nach diesem Streik weitergeht, lĂ€sst er offen. "Jetzt ist der Arbeitgeber am Zug, Verantwortung zu ĂŒbernehmen und ein Angebot vorzulegen", so Karstens.

Der Streik der UnabhĂ€ngigen Flugbegleiter Organisation (Ufo) betrifft Lufthansa-AbflĂŒge von den FlughĂ€fen Frankfurt und MĂŒnchen sowie AbflĂŒge der Lufthansa Cityline von den FlughĂ€fen Frankfurt, MĂŒnchen, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, DĂŒsseldorf, Berlin und Hannover.

Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen fĂŒr die Kabine und wehrt sich gegen Einschnitte in bestehende Schutzregelungen. "Es ist offensichtlich geworden, dass Lufthansa gar nicht daran denkt, unseren Forderungen zu einem neuen Manteltarifvertrag entgegenzukommen", erklĂ€rt Harry Jaeger, Leiter Tarifpolitik und VerhandlungsfĂŒhrer der Ufo. "Im Gegenteil: Das Management ist entschlossen, das Schutzniveau der Arbeitsbedingungen unter dem Strich abzusenken." Eine unter massivem Investitionsstau leidende ProduktivitĂ€t solle durch eine noch schlechtere Vereinbarkeit von Beruf und Familie und ein am Ende "nicht einmal mehr rudimentĂ€r planbares Privatleben" wieder angehoben werden. "Das ist ein absurder Weg und dafĂŒr sind wir nicht zu haben", so Jaeger.

Bei der Cityline protestieren die Flugbegleiter fĂŒr einen tariflichen Sozialplan. "Den KabinenbeschĂ€ftigten wird seit weit ĂŒber einem Jahr regelmĂ€ĂŸig und sehr deutlich erklĂ€rt, dass der Flugbetrieb der Cityline keine Zukunft hat und auf eine solche auch nicht gehofft werden darf." Damit stĂŒnden die Flugbegleiter "erkennbar vor dem Ende ihres Arbeitsplatzes", so Jaeger weiter. "Die Kabine braucht einen Sozialplan. Und zwar so schnell wie möglich, um nicht plötzlich existenziell vor dem Nichts zu stehen." @ dts-nachrichtenagentur.de

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