41 Tote bei russischem Raketenangriff auf Poltawa
03.09.2024 - 14:12:44"Mehr als 180 Menschen wurden verletzt", teilte Selenskyj auf Telegram mit. Zwei ballistische Raketen seien auf dem GelÀnde einer Hochschule und eines benachbarten Krankenhauses eingeschlagen.
Ein GebĂ€ude des Instituts fĂŒr Kommunikation sei stark zerstört worden. Selenskyj erneuerte die Aufforderung an die westlichen VerbĂŒndeten, schnell Waffen zur Raketenabwehr zu liefern. "Flugabwehrsysteme und zugehörige Raketen sind in der Ukraine erforderlich und nicht irgendwo in einem Lager", unterstrich der Staatschef.
Auf zunĂ€chst nicht ĂŒberprĂŒfbaren Bildern in sozialen Netzwerken waren Leichen vor einem stark zerstörten mehrstöckigen GebĂ€ude zu sehen. Es soll sich dabei um das MilitĂ€rinstitut fĂŒr Telekommunikation und Informatisierung der Kiewer Polytechnischen Hochschule in Poltawa handeln. Angaben von Innenminister Ihor Klymenko zufolge wurden mindestens 25 Menschen aus den TrĂŒmmern gerettet. Im angrenzenden Wohngebiet seien durch die Druckwelle Fenster zerstört und Fassaden beschĂ€digt worden, hieĂ es.
Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als zweieinhalb Jahren gegen die russische Invasion auch mit westlicher MilitÀrhilfe. Selenskyj fordert fast tÀglich eine bessere Flugabwehr zum Schutz der StÀdte und reichweitenstarke Raketen, um auch Ziele im russischen Hinterland zu treffen.
Schon am Morgen hatten Behörden russische Luft- und Artillerieangriffe auf ukrainisches Gebiet sowie Tote und Verletzte gemeldet. In der Stadt Saporischschja schlugen nach einem Besuch von Selenskyj am Montagabend Geschosse ein und töteten zwei Menschen. Ein Opfer sei ein achtjÀhriger Junge, schrieb Gebietsgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram.
In der GroĂstadt Dnipro wurden durch Raketenbeschuss ein Mann getötet und sechs Menschen verletzt, wie die dortige Verwaltung mitteilte. In der Region gab es Berichten zufolge einen Treffer auf ein Umspannwerk. Im nordöstlichen Gebiet Sumy schlugen seit Montag in zahlreichen Orten russische Fliegerbomben und Artilleriegeschosse ein. Es gebe drei Verletzte. Durch die Region Sumy an der Grenze zu Russland lĂ€uft der Nachschub fĂŒr die ukrainischen Truppen bei ihrer Offensive im russischen Gebiet Kursk.

