Minister, Besatzungsbehörden

Minister der Besatzungsbehörden bei Beschuss in Ostukraine getötet

05.02.2024 - 12:45:19

Beim Beschuss einer BÀckerei in der von russischen KrÀften annektierten Stadt Lyssytschansk im Osten der Ukraine ist Medienberichten nach ein Minister der Besatzungsbehörden ums Leben gekommen.

Unter den TrĂŒmmern des eingestĂŒrzten GebĂ€udes sei die Leiche des Ministers fĂŒr Zivilschutz in der Region Luhansk, Alexej Poteleschtschenko, gefunden worden, teilte der von Moskau ernannte Regierungschef des Luhansker Gebiets, Sergej Koslow, am Montag mit. Insgesamt sind russischen Angaben nach 28 Menschen durch den Angriff am Samstag getötet worden, darunter auch ein Kind.

Die russische FĂŒhrung, die seit fast zwei Jahren einen blutigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit vielen zivilen Opfern fĂŒhrt, hat den Beschuss scharf verurteilt. "Die anhaltenden SchlĂ€ge gegen zivile Infrastruktur, in dem Fall gegen eine BĂ€ckerei, sind ein fĂŒrchterlicher Terroranschlag", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Zuvor hatte Außenamtssprecherin Maria Sacharowa behauptet, Kiew habe im Wissen auf die BĂ€ckerei geschossen, dass sich zu der Zeit dort viele Zivilisten aufhielten.

Poteleschtschenko war seit Herbst 2023 auf dem Ministerposten in Luhansk. Davor leitete er die Feuerwehr in der Region. Ein reiner Zivilist war der Oberst nicht. "Ein Kamerad und Freund aus dem Kampf, der das Schmiedefeuer der Schlachten in der Sommerkampagne 2014 durchlaufen hat, ist getötet worden", schrieb so auch Koslow.

Das ukrainische MilitĂ€r hat den Schlag bislang nicht kommentiert. Die ukrainische Stadtverwaltung von Lyssytschansk hat den Schlag bestĂ€tigt. Ihrer Darstellung nach war die BĂ€ckerei aber kein ziviles Ziel. Sie habe fĂŒr die BedĂŒrfnisse der Front gearbeitet. Lyssytschansk liegt nur rund zehn Kilometer von der Frontlinie entfernt. Die Stadt wurde im Sommer 2022 nach schweren KĂ€mpfen von russischen Truppen erobert - die Bevölkerung der einstigen Großstadt sank dabei zeitweise auf weniger als ein Zehntel.

@ dpa.de