Israels Armee: Suchhund-Kamera zeichnete Stimmen von Geiseln auf
21.12.2023 - 10:46:26Der Hund sei wÀhrend eines Gefechts mit einer Körperkamera in ein GebÀude geschickt worden, sagte der israelische Armeesprecher Daniel Hagari laut einer in der Nacht zum Donnerstag veröffentlichen Mitschrift.
"Die Terroristen haben auf den Hund geschossen, und von dem Punkt an hörten wir die Stimmen der Geiseln", sagte Hagari. Die Kamera am Körper des Hundes, der bei dem Einsatz getötet wurde, sei erst am Dienstag gefunden und ausgewertet worden.
Das GebÀude sei etwa einen Kilometer entfernt von dem Ort, wo die Geiseln spÀter erschossen worden seien. Nach Auswertung der Kameraaufnahmen gehe man davon aus, dass die MÀnner, die die Geiseln festgehalten hÀtten, bei dem Vorfall getötet worden seien. Daraufhin hÀtten die Geiseln offenbar aus dem GebÀude fliehen können.
Israelische Soldaten hatten die drei israelischen Geiseln am Freitag in Schedschaija im Norden des abgeriegelten KĂŒstenstreifens versehentlich erschossen. Sie hatten keine Hemden an, einer hielt einen Stock mit einem weiĂen StĂŒck Stoff in der Hand. Die Armee erklĂ€rte spĂ€ter, die Soldaten hĂ€tten gegen die Einsatzregeln gehandelt, als sie dennoch das Feuer eröffneten.
WĂ€hrend eines Massakers im israelischen Grenzgebiet am 7. Oktober hatten Terroristen der islamistischen Terrororganisation Hamas und anderer Gruppierungen rund 240 Menschen in den Gazastreifen verschleppt. WĂ€hrend einer Feuerpause wurden 105 Geiseln freigelassen, im Gegenzug fĂŒr 240 palĂ€stinensische HĂ€ftlinge. Israel vermutet, dass noch mehr als 100 Geiseln in dem KĂŒstenstreifen festgehalten werden.

