Seltene Erden: Deutschland besonders abhÀngig von China
23.04.2025 - 08:51:34Im vergangenen Jahr kamen 3.400 Tonnen der Stoffgruppe aus der Volksrepublik, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Das waren 65,5 Prozent der gesamten Importe seltener Erden.
Im Jahr zuvor hatten die Chinesen noch 69,1 Prozent der insgesamt gröĂeren Importmenge geliefert. Einzelne Stoffe wie Neodym, Praseodym und Samarium, die unter anderem fĂŒr Dauermagneten in Elektro-Motoren verwendet werden, wurden auch 2024 nahezu vollstĂ€ndig aus China importiert.
Deutschland steht damit im europĂ€ischen Vergleich ungĂŒnstig da, denn die Importquote aus China fĂŒr die gesamte EU liegt bei 46 Prozent. Die nĂ€chstgröĂeren LieferlĂ€nder sind allerdings das mit Sanktionen belegte Russland (28,4 Prozent) und Malaysia (19,9 Prozent). Im Handelskonflikt mit den USA setzt China die seltenen Erden als Druckmittel ein.
Zweitwichtigstes Herkunftsland am deutschen Markt war 2024 Ăsterreich mit einem mengenmĂ€Ăigen Anteil an den Importen von 23,2 Prozent. Darauf folgte Estland mit 5,6 Prozent. In diesen beiden LĂ€ndern werden seltene Erden weiterverarbeitet, die ursprĂŒngliche Herkunft ist statistisch nicht nachweisbar.

