Ethikrat sieht Staat und Einzelnen beim Klimawandel in der Pflicht
13.03.2024 - 10:11:12 | dpa.de"Eine moralische Kritik an Entscheidungen im Bereich der privaten LebensfĂŒhrung und des Konsums ist kein Ersatz fĂŒr notwendige politische MaĂnahmen", schreibt der Rat in einer am Mittwoch in Berlin veröffentlichten Stellungnahme zum Thema Klimagerechtigkeit.
Bei Fragen der Klimagerechtigkeit geht es darum, wie der Umgang mit dem Klimawandel möglichst gerecht zu gestalten ist, und zwar sowohl mit Blick auf die Folgen der ErderwÀrmung als auch die Kosten oder Belastungen, die der Kampf gegen die Erderhitzung mit sich bringen kann.
"Lasten und Pflichten im Kampf gegen den Klimawandel sollten so verteilt werden, dass möglichst alle Menschen jetzt und in Zukunft die Mindestvoraussetzungen fĂŒr ein gutes und gelingendes Leben erreichen können", schreibt der Ethikrat in einer Mitteilung zur Stellungnahme. "Die BedĂŒrfnisse von Menschen, die davon noch am weitesten entfernt und am stĂ€rksten vom Klimawandel belastet sind, sollten dabei vorrangig berĂŒcksichtigt werden."
Drei Mitglieder distanzierten sich mit einem Sondervotum teilweise von den Schlussfolgerungen des Ethikrats. Der Deutsche Ethikrat ist ein unabhÀngiges, derzeit 24-köpfiges Gremium, das die Bundesregierung und den Bundestag berÀt und gesellschaftliche Diskussionen fördern soll. Er befasst sich mit ethischen, gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen, medizinischen und rechtlichen Fragen. Die Mitglieder sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreter von VerbÀnden.
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